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  • Eutelsat bestreitet Anschuldigungen Georgiens

05.02.2010, 09:41 Uhr, mw

Paris/Köln - Nach Sendeausfällen eines seiner Satelliten hat Eutelsat jetzt auch Probleme mit einem ehemaligen Geschäftspartner.


Der Satellitenbetreiber Eutelsat hat sich gegen Anschuldigungen des georgischen Staatsfernsehens gewehrt. Im Gegensatz zu durch den öffentlich-rechtlich georgischen Sender GPB aufgestellten Behauptungen, bestätigte Eutelsat nochmals, dass zwischen GPB und Eutelsat kein Vertrag wirksam wurde. Das Unternehmen Eutelsat wies zudem darauf hin, dass das Unternehmen nicht auf politischen oder ideologischen Druck reagiert und seine Tätigkeiten nach rein wirtschaftlichen und geschäftlichen Grundprinzipien ausübt.
 
Eutelsat hatte einen russichsprachigen Sender des Georgischen Fernsehens nach zwei Wochen Testphase abgeschaltet. Das georgische Staatsfernsehen hatte daraufhin Eutelsat beschuldigt, dies auf politischen Druck aus Moskau hin veranlasst zu haben (DIGITAL FERNSEHEN berichtete).
 
Der Satelittenbetreiber hat dieser Darstellung widersprochen. Es sei nie ein Vertrag zwischen Eutelsat und der georgischen Seite zustande gekommen. Eutelsat bestätigte, das im Vorfeld der Inbetriebnahme des Satelliten W7 Verhandlungen mit zahlreichen Kunden stattfanden, die alle an der gleichen Kapazität auf diesem Satelliten interessiert waren. Bei der Zuteilung dieser Kapazitäten hat sich Eutelsat nach einer festen Zusage der Abnahme einer signifikant höheren Kapazität, als die durch den georgischen Sender nachgefragte, für ein europäisches Telekommunikationsunternehmen entschieden.
 
Eutelsat hat nach eigenen Angaben GPB entsprechend darüber informiert, das die auf dem Satelliten W7 offerierte Lösung nicht länger zur Verfügung steht und das man den Bedarf von GPB über einen anderen Satelliten der Flotte mit Namen W2A befriedigen kann. Dieses Angebot habe die georgische Seite aus technischen Gründen nicht wahrnehmen wollen.
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