- US-Kabelstreit: Disney schaltet ABC im New Yorker Kabelnetz ab
07.03.2010, 10:57 Uhr, fp
New York - Der Streit um erhöhte Gebühren für die Kabeleinspeisung in der USA geht in eine neue Runde: In der vergangenen Nacht schaltete der Medienkonzern Disney seinen Kanal WABC im New Yorker Kabelnetz ab.
Damit will der Konzern einen neuen Einspeisevertrag mit dem Kabelnetzanbieter Cablevison erzwingen. WABC ersetzte das reguläre Programm in den Netzen durch eine Einblendung, dass die Kunden nach HGTV First und Food Network nun auch ABC 7 verlieren und forderte die Kunden auf, sich beim Kabelnetzbetreiber zu beschweren.
Cablevision sperrte wiederum diese Mitteilung und verwies die geprellten Zuschauer auf die Internetseite Hulu über diese man den Kanal auch sehen könne. Auf dem ehemalig von ABC genutzten Kanal verbreitet der Netzbetreiber nun die Meldung, dass man bisher an den Sender 200 Mio. Dollar pro Jahr zahlte und nun 40 Mio. Dollar mehr gefordert würden. Man arbeite intensiv an einer Lösung um den Kanal wieder im Netz verbreiten zu können.
Disney setzt auf eine schnelle Einigung mit dem Kabelnetzbetreiber, denn in wenigen Stunden werden die Oscars vergeben - live übertragen von ABC. Anfang des Jahres konnten sich in letzter Minute das TV-Imperium Fox mit Time Warner Cable über neue Einspeisegebühren einigen (DF berichtete).
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kyagi#1 AW: US-Kabelstreit: Disney schaltet ABC im New Yorker Kabelnetz ab
geschrieben am 7.3. 2010 um 11:31Ich dachte mal, dass dieser Sender must-carry ist.
Zudem bekommt man den doch einfach via Antenne, oder?
Zudem bekommt man den doch einfach via Antenne, oder?
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#2 AW: US-Kabelstreit: Disney schaltet ABC im New Yorker Kabelnetz ab
geschrieben am 7.3. 2010 um 11:39So weit ich weiß, wird der auch per Antenne ausgestrahlt.
Wer in dieser Sache gewinnt, ist egal - so oder so muß der Zuschauer die Zeche zahlen. Bekommt ABC seine 40 Millionen, werden andere nachziehen. Dann werden die Kabelbetreiber höhere Gebühren verlangen (müssen). Bekommt ABC weniger oder nichts, wird am Programm gespart und das Kabelfernsehen verantwortlich gemacht.
Wer in dieser Sache gewinnt, ist egal - so oder so muß der Zuschauer die Zeche zahlen. Bekommt ABC seine 40 Millionen, werden andere nachziehen. Dann werden die Kabelbetreiber höhere Gebühren verlangen (müssen). Bekommt ABC weniger oder nichts, wird am Programm gespart und das Kabelfernsehen verantwortlich gemacht.
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elchris#3 AW: US-Kabelstreit: Disney schaltet ABC im New Yorker Kabelnetz ab
geschrieben am 7.3. 2010 um 12:07Sowas haben die Amis doch sicher nicht. Du bekommst auch immer dein Lokalprogramm (in dem Fall WABC-TV) via Antenne.
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Terranus#4 AW: US-Kabelstreit: Disney schaltet ABC im New Yorker Kabelnetz ab
geschrieben am 7.3. 2010 um 13:34Das ist der klassische Fall, warum die großen US Networks ihre Programme auch weiterhin terrestrisch ausstrahlen - um ein Druckmittel gegen die Kabelnetzbetreiber zu haben.
"Must Carry" heißt dort, dass die Kabelnetzbetreiber die Programme einspeisen müssen, aber nur wenn die TV Sender das wollen.
Die Kabelnetzbetreiber verlangen für die eigentlich FreeTV Programme wie ABC eine "Basic cable" Gebühr. Und ABC möchte davon jetzt was abhaben.
Anders als in Deutschland verlangen die TV Sender Geld von den Kabelnetzbetreibern, damit diese sie einspeisen dürfen.
ABC weist seine Zuschauer derzeit ständig auf die Empfangbarkeit über Antenne hin, vor allem weil heute abend die Oscars gerade ABC überträgt....
"Must Carry" heißt dort, dass die Kabelnetzbetreiber die Programme einspeisen müssen, aber nur wenn die TV Sender das wollen.
Die Kabelnetzbetreiber verlangen für die eigentlich FreeTV Programme wie ABC eine "Basic cable" Gebühr. Und ABC möchte davon jetzt was abhaben.
Anders als in Deutschland verlangen die TV Sender Geld von den Kabelnetzbetreibern, damit diese sie einspeisen dürfen.
ABC weist seine Zuschauer derzeit ständig auf die Empfangbarkeit über Antenne hin, vor allem weil heute abend die Oscars gerade ABC überträgt....
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mischobo#5 AW: US-Kabelstreit: Disney schaltet ABC im New Yorker Kabelnetz ab
geschrieben am 7.3. 2010 um 17:36... ist in Deutschland nicht anders.... naja, wenn die Sender keine Einspeiseentgelte zahlen, zahlen das die Kabelkunden. Der Kabelanbieter Cabelvision, um den es in dem DF-Artikel geht, erzielte in 2009 eine ARPU von umgerechnet knapp 106 €(!). Kabel Deutschland erzielte im gleichen Zeitraum eine ARPU von gerade mal 12,30 €, Unitymedia konnte für die Zeit vom 1.1. - 30.09.2009 eine ARPU von 14,11 € vorweisen.
Wenn die deutschen Kabelkunden bereit wären, erheblich mehr zu zahlen, könnte man auch in Deutschand die Geschäftsmodelle entsprechend ändern.
Die US-Sender zahlen i.d.R. auch bei der Satverbreitung keine Transpondermieten, sondern kassieren von Sat-Plattformbetreibern Weiterverbreitungsentgelte. In Deutschland wird schon ein Riesentheater veranstaltet, weil man "lächerliche" 50 € im Jahr zahlen muß, um bestimmte kommerzielle HDTV-Programme sehen zu können ...
Wenn die deutschen Kabelkunden bereit wären, erheblich mehr zu zahlen, könnte man auch in Deutschand die Geschäftsmodelle entsprechend ändern.
Die US-Sender zahlen i.d.R. auch bei der Satverbreitung keine Transpondermieten, sondern kassieren von Sat-Plattformbetreibern Weiterverbreitungsentgelte. In Deutschland wird schon ein Riesentheater veranstaltet, weil man "lächerliche" 50 € im Jahr zahlen muß, um bestimmte kommerzielle HDTV-Programme sehen zu können ...
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