- ARD-Hörfunk weiter vor Privaten
10.03.2010, 11:03 Uhr, mw
Frankfurt/M. - Der ARD-Hörfunk behauptet erneut den ersten Platz in der Hörergunst vor den Privatradios in Deutschland. Das ist das Ergebnis der aktuellen Media Analyse.
Die öffentlich-rechtlichen Radiosender sind die beliebtesten Hörfunkangebote in Deutschland. Das zeigt die heute veröffentlichte Media Analyse 2010/I. Diese halbjährlich durchgeführte repräsentative Umfrage ist die Leitstudie für den deutschen Radiomarkt.
Danach hören 51,7 Prozent der deutschsprechenden Bevölkerung ab zehn Jahren werktäglich mindestens eines der öffentlich-rechtlichen Radioprogramme. Das sind hochgerechnet rund 38,1 Millionen Hörerinnen und Hörer. Die mehr als 200 Privatsender kommen insgesamt auf eine Tagesreichweite von 43,9 Prozent (ca. 32,3 Millionen). Ein Grund für die positive Entwicklung dürfte die veränderte Grundgesamtheit der Untersuchung sein: Die Analyse erfasste erstmals auch Nicht-EU-Ausländer.
"Es ist bemerkenswert und erfreulich, dass sich die Radionutzung weiter auf hohem Niveau bewegt. Und offensichtlich findet der ARD-Hörfunk bei der Mehrheit der gesamten Bevölkerung große Beachtung", sagte der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust zu den Ergebnissen.
Insgesamt konnten die Privatsender den Abstand zu den ARD-Sendern verkürzen. Durch die erweiterte Erfassung auch ausländischer Hörer konnten die Privatwellen ihre tägliche Reichweite um einen Prozentpunkt auf 43,9 Prozent steigern. Insgesamt wurden rund 66 000 Menschen in Deutschland nach ihrer Radionutzung befragt.
Absolut betrachtet der größte Gewinner ist der öffentlich-rechtliche Jugendsender 1Live, der 162 000 Hörer dazugewinnen konnte und damit um 20,6 Prozent auf rund 947 000 Hörer in der Durchschnittsstunde zulegt. Der Privatsender Antenne Bayern zählt mit 147 000 zusätzlichen Hörern ebenso wie WDR 2 (127 000 Hörer) zu den größten Gewinnern. Außerdem konnten kleinere Sender, wie Die Neue 107,7, Jam FM oder Harmony.FM ihre Einschaltquoten verbessern.
Zu den größten Verlierern gehört das Programm von Energy Sachsen, das jeden fünften Hörer eingebüßt hat. Die Hörerzahl sinkt um 10 000 auf 34 000 - ein Minus von 22,7 Prozent. Damit ist der Sender auch prozentual der größte Verlierer. Prozentual der zweitstärkste Verlierer ist HR Info. Der öffentlich-rechtliche Info-Kanal verliert 13,3 Prozent und hat nun nur noch 26 000 Hörer. Rock Antenne in Bayern landet mit 9000 Hörer weniger auf Platz drei. Der Sender verliert 1,7 Prozent und erreicht noch noch 68 000 Hörer.
Kommentar im Forum verfassen
#1 AW: ARD-Hörfunk weiter vor Privaten
geschrieben am 10.3. 2010 um 13:55Die Meldung ist erfreulich. Warum nur schreibt DWDL gerade das Gegenteil von DF???
DWDL.de - Radio-MA 2010/1: Private wieder vor der ARD
DWDL.de - Radio-MA 2010/1: Private wieder vor der ARD
Auf diesen Kommentar antworten
Terranus#2 AW: ARD-Hörfunk weiter vor Privaten
geschrieben am 10.3. 2010 um 14:18Wer den TV Quoten schon keinen Glauben schenkt, der sollte von diesen Radioerhebungen tunlichst die Finger lassen.
Die Zahlen sind meist überhaupt nicht vergleichbar... im Grunde völlig wertlos.
Die Zahlen sind meist überhaupt nicht vergleichbar... im Grunde völlig wertlos.
Auf diesen Kommentar antworten
burke67#3 AW: ARD-Hörfunk weiter vor Privaten
geschrieben am 11.3. 2010 um 8:09Weil es regelmäßig zu den Radioquoten unzählige Pressemeldungen gibt und darin jeder seine Reichweite lobt. Da werden die Zahlen solange schön gerechnet, bis etwas halbwegs vorzeigbares dabei heraus kommt.
Auf diesen Kommentar antworten
Mustermaus#4 AW: ARD-Hörfunk weiter vor Privaten
geschrieben am 11.3. 2010 um 13:49Passend dazu: Frankfurter Neue Presse - Frankfurt - Lokales: Der harte Kampf der Pop-Sender
Da sieht man schnell, wie sich Zahlen relativieren lassen.
Da sieht man schnell, wie sich Zahlen relativieren lassen.
Auf diesen Kommentar antworten
#5 AW: ARD-Hörfunk weiter vor Privaten
geschrieben am 11.3. 2010 um 19:42Das die ARd klar vorne liegen liegt auch ganz klar an der Ausstrahlung. Die ÖR sind hier deutlich vorne im Kabel existieren die Privaten digital praktisch nicht.
Auf diesen Kommentar antworten






























