Übermittlung Ihrer Stimme...
Es liegen noch keine Bewertungen vor. Vergeben Sie einen bis fünf Sterne.

  • Bayerische Medienanstalt stellt Modell zur Medienkontrolle vor

18.03.2010, 13:29 Uhr, ar

München - Einer Studie zufolge ist das Fernsehen mit einem Anteil von rund 40 Prozent nach wie vor das Medium, das die Meinungsbildung am meisten prägt. Die BLM hat ein Modell vorgestellt, um Marktmacht zu vermeiden.


Tageszeitungen bilden die Meinung zu 25 Prozent, das Internet zu 15 Prozent, das Radio mit 15 Prozent sowie Zeitschriften mit zu einem Anteil von fünf Prozent. Das geht aus einer Studie von TNS Infratest im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) hervor.
 
Die ermittelten Gewichte der Medien seien Teil eines BLM-Modells, um die Relevanz der Medien sowie mögliche Schwellenwerte bei Verdacht von Meinungsmacht festzulegen. Dies könne als Grundlage für die geplante Novellierung des Rundfunkstaatsvertrags dienen, gibt die BLM bekannt. Das Modell beinhaltet einen fünfstufigen Ansatz.
 
Dazu gehört erstens die meinungsrelevanten Mediengattungen wie Fernsehen, Zeitungen, Zeitschriften, Hörfunk und Internet zu bestimmen. Zweitens die Reichweiten der meinungsrelevanten Medien zu bestimmen und drittens die Berechnungsmethode und Messgrößen zur Ermittlung der Schwellenwerte für konzentrationsrechtliche Maßnahmen festzulegen. Weitere Stufe in der Ermittlung der Meinungsmacht ist der BLM zufolge, die Relevanz bzw. Gewichtung der für die Meinungsbildung relevanten Mediengattungen zu ermitteln sowie die Schwellenwerte für die Vermutung vorherrschender Meinungsmacht festzulegen.
 
In bestimmten zeitlichen Abständen könnten die Schwellenwerte auf Basis des von BLM und TNS Infratest entwickelten Forschungskonzepts aktualisiert werden, schlägt die BLM vor. "Dem Gesetzgeber wird somit die Möglichkeit gegeben, auf der Grundlage repräsentativer Marktdaten bzw. eines empirisch abgesicherten Forschungskonzepts die Schwellenwerte im Rahmen der geplanten Novellierung der konzentrationsrechtlichen Bestimmungen im Rundfunkstaatsvertrag festzulegen und in zeitlichen Abständen zu aktualisieren", schlägt die BLM vor.
 
Nach Auffassung der BLM sollte ein Unternehmen nicht mehr als ein Sechstel am gesamten Meinungsmarkt erhalten können. Die Unternehmen würden mit dem Modell, so BLM-Präsident Ring, einen praxisgerechten Rahmen für die Planung von Übernahmen und Fusionen im Medienbereich erhalten, der zudem flexibel an die veränderten Bedingungen im Medienmarkt angepasst werden könne.
 
"Einem Unternehmen könnte bei Überschreiten der Schwellenwerte ermöglicht werden, seine Marktstellung auf medienrelevanten Märkten durch Aufgabe von ihm zurechenbaren Beteilungen entsprechend zu vermindern", rät die BLM an. Der Gesetzgeber erhalte auf Basis des Modells "auch die notwendige Flexibilität, auf den durch Digitalisierung und Medienkonvergenz ausgelösten Strukturwandel reagieren zu können.
 
Auf Basis der Ergebnisse der vorgelegte Studie regt Ring zudem an, dass der Gesetzgeber neben der Festlegung von Schwellenwerten für die verwandten Märkte im Rahmen der Novellierung des Rundfunkstaatsvertrags zusätzlich Regeln für die sonstigen relevanten Märkte erlasse, insbesondere für Netze/Plattformen sowie Suchmaschinen.
 
Immerhin 37 Prozent der Nutzer, die im Internet Informationen gesehen oder gelesen haben, seien über eine Suchmaschine zur Information geleitet - zu 98 Prozent über Google, zu 15 Prozent über msn, zu 8 Prozent über Bing, zu 5 Prozent über Yahoo und zu 1 Prozent über Ask.com.
  •  drucken 
  •  empfehlen 
  •  merken
  •  abonnieren; 
  • Gefällt mir

Noch keine Kommentare vorhanden. Verfassen Sie den ersten Kommentar zum Beitrag.

  • Spannende Hintergrundthemen
Einmessen von Sat-Anlagen
Digital-TV
Satellitenantennen funktionieren nur dann wirklich gut, wenn sie exakt ausgerichtet sind. Denn nur dann sorgen sie für ausreichende Schlechtwetter-Reserven. Sie braucht man bei starkem Regen, dicken Gewitterwolken oder wenn es schneit. Denn all diese und weitere Wetterphänomene behindern die freie Sicht zwischen Satellit und Schüssel und dämpfen... mehr... 
Was macht ein AV-Receiver?
Audio
Wie oft haben Sie sich schon einmal gefragt, was eigentlich der AV-Receiver im Wohnzimmer macht? Wir geben Ihnen einen Einblick in die Grundlagen der Verstärkertechnik, damit Sie wissen, worauf es ankommt. mehr... 
Aufbau eines Heimkinos
Heimkino
Am Anfang war es wüst, chaotisch und leer. Doch aus diesem Chaos beschwört unser Do-it-yourself- Team ein vollwertiges Heimkino herauf. Wir beweisen, dass echtes Kinoambiente aus mehr als einer Tüte Popcorn bestehen und auch auf kleinstem Raum stattfinden kann. Verfolgen Sie die Entstehung eines eigenen Filmsaals. mehr... 
Mythos HDMI - mögliche Zukunft des berühmten Kabels
Heimkino
HDMI ist toll! Oder haben Sie vielleicht etwas auszusetzen an der Multimedia-Schnittstelle? Wir stellen immer wieder fest, dass die Strippe ein Auslöser für hitzige Diskussionen ist. Deshalb beschäftigen wir uns in dieser Ausgabe einmal näher mit dem Mythos HDMI-Kabel und seiner möglichen Zukunft. mehr... 
Anzeige
Umfrage
Countdown to the Oscars: DIGITALFERNSEHEN.de stellt ab sofort bis zur Oscar-Gala am 26. Februar immer montags, mittwochs und freitags wechselnde Kategorien zur Wahl. Küren Sie heute Ihren Favoriten der Nominierungen für die beste Kameraarbeit.









Beliebteste Meldungen
DIGITALFERNSEHEN.de auf iPad und iPhone
Bild: Auerbach Verlag

DIGITALFERNSEHEN.de erobert Smartphones und Tablet-PCs - Details zu unserer Gratis-App sowie Facebook, Twitter und Co.
Finden Sie uns auf Facebook
Artikel zum Thema
  • Es sind leider noch keine Ergebnisse vorhanden
Newsletter