Österreich startet HDTV-Versuch über DVB-T

12.04.2010, 16:51 Uhr, mw

Wien - DVB-T soll es in Österreich bald auch in HD geben. Am 12. April startete ein einjähriger technischer Pilotversuch für das hochauflösende Antennenfernsehen.


Im Rahmen der Fußball WM im Juni und Juli testet die Österreichische Rundfunksender GmbH & Co KG (ORS) die nächste terrestrische TV-Generation am Sender Kahlenberg (Wien) auf UHF-Kanal 65.
 
ORS-Geschäftsführer Norbert Grill sagte dem österreichischen Elektrojournal: "Neue TV-Technologien werden getestet, die Fußball WM wird in High-Definition gesendet und die Weiterentwicklung von DVB-T wird vorangetrieben. Unser Ziel ist es, die Nachfrage der Konsumenten nach der nächsten TV-Generation zu stillen."
 
In dem Testlauf werden High-Definition- (HD) und Standard-Definition- (SD) TV-Programme von ORF 1 HD und ORF 2 HD sowie das Radioprogramm von Ö1 übertragen. Weitere private TV-Programme sollen ab Herbst hinzu kommen. Bis zur Fußball-WM will die ORS in Wien die unterschiedlichsten Parameter (Signalstärke, Bild- und Tonqualität) testen und die dabei erzielte Versorgung messen.
 
DVB-T2 ermöglicht grundsätzlich eine wesentlich höhere Übertragungs- und Bildqualität bei mehr Programmauswahl und einer verbesserten Empfangbarkeit. Das Antennenfernsehen wird dadurch deutlich attraktiver und neue Zielgruppen für HDTV können erschlossen werden. Nutzer benötigen zum DVB-T2-Empfang einen Decoder.
 
ORS-Chef Michael Wagenhofer spricht sich dafür aus, die "Digitale Dividende" nicht gänzlich den Mobilfunkern zu überlassen. "Denn ohne die - teilweise - Nutzung der freiwerdenden Rundfunkfrequenzen wird die TV-Zukunft in Österreich nicht stattfinden", warnt Wagenhofer.
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