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  • Gebührenfahnder europaweit für Haushaltsabgabe

17.05.2010, 11:40 Uhr, cg

Wien/Bonn - Gebührenfahnder aus 13 Ländern haben sich vor Kurzem zu einer Fachkonferenz in Bonn getroffen und die Zukunft der Gebührenmodelle in Europa diskutiert. Das jüngst veröffentlichte Modell der Haushaltsabgabe ist für viele attraktiv.


Wie die österreichische Tageszeitung "Der Standard" berichtet, sind sich die Gebührensammler einig, dass eine vom Gerät unabhängige TV-Gebühr für viele Länder in Europa notwendig ist. "Wir alle stimmen überein, dass die vom Empfangsgerät abhängige Rundfunkgebühr auf lange Sicht einer geräteunabhängigen Gebühr weichen muss. Ob das nun eine Abgabe für Haushalte, für Bürger oder gar eine Steuer ist", sagte Manfred Kops, Leiter des Instituts für Rundfunkökonomie in Köln, der Zeitung. Nach Bonn geladen hatte Jürgen Menedetter, Chef der ORF-Einzugszentrale GIS (Gebühren Info Service) und Präsident der Broadcasting Fee Association, in der die Gebührensammler aus 13 Länder ihre Erfahrungen und Perspektiven austauschen - viel diskutiert war dabei die Haushaltsabgabe nach dem Gutachten des Verfassungsrechtlers Paul Kirchhof (DIGITAL FERNSEHEN berichtete).
 
Ab 2013 könnte es in Deutschland statt geräteabhängiger GEZ eine Haushaltsabgabe geben. Wie "Der Standard" berichtet, will 2013 auch die Schweiz auf eine vom Gerät unabhängige Rundfunkgebühr umsteigen. Auch in Norwegen plädiere ein Gutachten dafür. Finnland hat demnach den Umstieg beschlossen. In den Niederlanden gibt es seit rund neun Jahren eine Art Haushaltsabgabe. Wie die Zeitung weiter berichtet, diskutieren Österreichs Parlamentsparteien ebenfalls gerade ein neues ORF-Gesetz. Am Rundfunkgebührengesetz werde bisher noch nicht geschraubt. Das Staatssekretariat für Medien wolle Kirchhoffs Gutachten nach Informationen der Zeitung aber dennoch prüfen.
 
Der Hamburger Rechtswissenschaftler Wolfgang Schulz plädiert laut dem Bericht für eine Steuer: "Vor ein paar Jahren hätte ich eine Rundfunksteuer indiskutabel genannt. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr kann ich mich mit der Idee anfreunden", zitiert ihn die Zeitung. Mit seiner Einschätzung sei er auf der Konferenz nicht allein gewesen. Eine zweckgebundene Steuer könne europaweit eine Lösung sein.
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osgmarioosgmario

#1 AW: Gebührenfahnder europaweit für Haushaltsabgabe

geschrieben am 17.5. 2010 um 12:17
ob denn die schlauen gebührensammler auch wissen, dass dann der ast auf dem sie sitzen abgesägt wird?
ob die dann wohl alle einer ehrlichen arbeit nachgehen werden?
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mickimausmickimaus

#2 AW: Gebührenfahnder europaweit für Haushaltsabgabe

geschrieben am 17.5. 2010 um 12:20
Klar, eine Steuer. Die kann man dann wenigstens immer weiter erhöhen, weil das mit Steuern nun mal so ist.
Dann würde ich noch eine Öko-Steuer draufhauen, die TVs verbrauchen ja schließlich Strom, das ganze dann nochmal mit der Möglichkeit zur Steuerermäßigung (bei nachgerüstetem KAT oder kleiner Emissionsklasse ) - so merkt der blöde Bürger vor lauter Möglichkeiten nicht, wie er abgezogen wird.

Zum Schluß hauen wir noch die Mwst. drauf, ist ja schließlich eine Dienstleistung.

Schon hat sich die Abgabe verdoppelt. Hmm, wäre die Abgabe für einen PC und Handy pro Haushalt vielleicht billiger gewesen ??
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mickimausmickimaus

#3 AW: Gebührenfahnder europaweit für Haushaltsabgabe

geschrieben am 17.5. 2010 um 12:24
Wieso ? Das Finanzamt braucht doch dann mehr Arbeitskräfte. Oder meinst du, dass ein Beamter freiwillig mehr arbeitet ?
(im Fall das es eine Steuer wird)
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Robert007Robert007

#4 AW: Gebührenfahnder europaweit für Haushaltsabgabe

geschrieben am 17.5. 2010 um 13:38
"Oder meinst du, dass ein Beamter freiwillig mehr arbeitet ?"
Wieso mehr arbeitet? Eine Position, die mehr eingezogen wird macht der Rechner automatisch. Allein die erstmalige Erfassung hierzu wäre ein kleiner Mehraufwand - einmalig.
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Robert007Robert007

#5 AW: Gebührenfahnder europaweit für Haushaltsabgabe

geschrieben am 17.5. 2010 um 13:57
So geht das schon mal gar nicht. Ein 5-Personen-Haushalt und ein 1-Personen-Haushalt können niemals dasselbe bezahlen. Bei einer Steuer käme jeder mit seinem Einkommen dran und so muss es auch im Haushalt sein.

Und die GEZ ist wahrscheinlich deshalb daran interessiert, weil sie nun nicht mehr mit der Geräteüberprüfung beschäftigt ist - nun aber mit der Überprüfung der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen mit eigenem Einkommen. Also für die GEZ ändert sich nichts.

Einzig die Steuer würde die GEZ völlig überflüssig machen. Da es hier für den Bürger kein kein Entrinnen gibt.
Anscheinend denkt man lieber über die Haushaltsabgabe nach, weil meiner Meinung nach so deren Tätigkeit dauerhaft gesichert wäre.
Arbeitsplatzerhalt auf diese Art funktioniert eben nur dort, wo der Bürger diese Arbeitsplätze in jedem Fall zu finanzieren hat. Denn die sind ja in den Rundfunkgebühren enthalten.
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