FRK votiert für Eutelsat-Lösung in Sachen Arena

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Bild: © soupstock - Fotolia.com
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Der Fachverband Rundfunkempfangs- und Kabelanlagen (FRK) spricht für seine Mitglieder eine klare Empfehlung aus, Arena über Eutelsats Kabelkiosk zu beziehen.

Damit erteilt der Vorstandssprecher des FRK Heinz-Peter Labonte dem Premiere-Angebot eine deutliche Absage. Doch dies war nicht immer so: Wie DIGITAL FERNSEHEN berichtete setzte sicher FRK-Chef noch vor wenigen Wochen für die Premiere-Lösung ein. Woher kommt der Sinneswandel?

Zum einen sind inzwischen die vertraglichen Konditionen von Eutelsat, dem eigentlichen Ansprechpartner des Arena-Signals für die kleinen Kabelnetzbetreiber, deutlich besser geworden, zum anderen gab es auch einige Probleme in der Zusammenarbeit mit Premiere.
 
Auf Nachfrage von DF erklärte der Leiter der Geschäftsstelle des FRK Ralf Berger, dass der Verzicht von Eutelsat auf die geforderten Garantiezahlung das Angebot wirtschaftlich deutlich attraktiver gemacht habe. Ursprünglich wollte Eutelsat von jedem der Kabelanbieter eine vom tatsächlichen Verkauf des Abos unanhängige Zahlung, die auf der Grundlage der Mitglieder errechnet hat.

Auch im Hinblick auf die Endkundenvermarktung des Arena-Pakets hat sich Eutelsat sehr stark auf die Forderungen des FRK zubewegt. Eutelsat bietet nun auch ein Durchleitungsmodell an, welches den kleinen Kabelnetzen die Endkundenvermarktung abnimmt.
 
„Wir brauchen und unterstützen beide Modelle, weil wir Mitglieder haben, die entweder das Wiederverkäufermodell oder das Durchleitungsmodell wollen“, sagte Berger gegenüber DF. Das Durchleitungsmodell sei wichtig, weil einige Netzbetreiber gar keine Endkundenbeziehungen haben, genauso wollte man aber auch für andere Mitglieder die Option haben, die Arena-Pakete selbst zu vertreiben.

Probleme mit Premiere
Darüber hinaus habe es laut Berger mit Premiere einige Probleme gegeben: „Premiere konnte der hohen Nachfrage unserer Mitglieder nicht zeitnah nachkommen“, sagte Berger gegenüber DF. „Für uns war häufig keine durchgängig einheitliche Handlungsweise bei der Freischaltung zu erkennen.“
 
Der FRK habe immer wieder Nachfragen von seinen Mitgliedern erhalten, warum denn das benachbarte Kabelnetz schon freigeschaltet sei, das eigene aber noch nicht. „Und es gab darüber hinaus auch Probleme bei der Freischaltung einiger Kunden innerhalb eines Netzes“, verriet Berger weiter. Außerdem soll die Unterstützung durch die Premiere-Call-Center nicht ausreichend fundiert gewesen sein.
 
Auch wollte Premiere laut Berger den Kundenkontakt nicht aus der Hand geben und habe deswegen nur ein Durchleitungsmodell angeboten. Die Möglichkeit, das Arena-Paket auch selbst an den Kunden zu bringen, hätte es bei Premiere nicht gegeben. Neben den genannten Problemen bei der Umsetzung und dem Verlust des Kundenkontakts gab es auch wirtschaftliche Gesichtspunkte, die gegen das Premiere-Angebot gesprochen haben. Laut Berger waren die von Premiere gebotenen finanziellen Konditionen nicht sonderlich lukrativ. Zahlen wollte der Geschäftsstellenleiter des FRK hier allerdings nicht nennen. [lf]

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