Cosmo: Das alte Funkhaus Europa wächst übers Radio hinaus

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Cosmo Logo © WDR
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Cosmo, ehemals Funkhaus Europa und heutzutage das junge, europäische Kulturradio des WDR in Zusammenarbeit mit Radio Bremen und dem RBB, baut seine Digital-Aktivitäten aus und entwickelt sich so konsequent zu einer Medienmarke weiter.

Die Hälte seiner Ressourcen investiert der Sender neben dem linearen Radioprogramm in die Produktion digitaler Angebote. Damit geht Cosmo nach eigenen Angaben auf das veränderte Nutzungsverhalten seines Publikums ein.

Cosmo-Chefin Schiwa Schlei: „Blick auf die Bedürfnisse des Publikums“

Weiterhin im Fokus steht die hohe journalistische Qualität in den linearen wie auch digitalen Kanälen. Inhaltlich prägen dabei die Themen Diversität und kulturelle Vielfalt, Migration und Integration sowie Global Pop und Popkultur das Programm. Markenkern bleibt der Perspektivwechsel, der gesellschaftliche und politische Debatten um Sichtweisen über den eurozentrischen Blickwinkel hinaus bereichert.

Schiwa Schlei © WDR/Linda Meiers
Schiwa Schlei, Leiterin des jungen europäischen Kulturradios des WDR in Zusammenarbeit mit Radio Bremen, RBB und NDR.

„Unser Anspruch geht weit darüber hinaus, lineares Programm einfach ins Digitale zu verlängern. Digitale Transformation sollte mehr sein als die Suche nach Synergien. Deshalb haben wir uns entschieden, für jeden Ausspielkanal gesondert exzellente journalistische Formate zu entwickeln und zu produzieren – immer mit Blick auf die Bedürfnisse des Publikums und den Anforderungen der Ausspielwege“, erläutert Programmchefin Schiwa Schlei.

Internationales Sprachangebot wird ins Digitale verlagert

Das einzigartige Sprachenangebot von Cosmo, das von WDR und RBB produziert wird, stellt sich künftig rein digital auf: Die traditionsreichen Radiosendungen wurden zu individuell auf die Communitys zugeschnittenen Podcasts in den Sprachen türkisch, polnisch, russisch, arabisch, serbisch/kroatisch/bosnisch, italienisch, spanisch, griechisch und kurdisch weiterentwickelt. „Gerade im Rahmen der Pandemie merken wir, wie wichtig das umfangreiche Sprachenangebot ist, um die Menschen umfangreich zu informieren und unserem Anspruch als öffentlich-rechtlicher Sender in der Informationsvermittlung gerecht zu werden“, so Schiwa Schlei. „Die hohe Nachfrage hat uns bestärkt, hier künftig konsequent für das Digitale zu produzieren.“

Einen großen Raum nimmt dabei auch in Zukunft im Radio die internationale Popkultur ein. Die zweistündige Musiksendung am Abend wird auf fünf Stunden täglich erweitert und zwischen 14 und 19 Uhr platziert. Neben der einzigartigen Musik dreht sich die Show zudem um sämtliche Facetten der Popkultur wie Serien und Filme, Literatur, Reisen, DJ- und Clubkultur.

Erste Fernsehserie aus dem ehemaligen Funkhaus Europa

Zwischen 12 und 14 Uhr gibt es dann auch eine nicht moderierte Musikstrecke ohne Wortanteil. Aktuelle Information erhalten die Hörer:innen in dieser Zeit durch stündliche Nachrichten. Gleiches gilt für den späteren Sendestart von bislang 6 auf 7 Uhr. Auch hier bleibt das Publikum durch halbstündliche Nachrichten up to date. Die von Cosmo ausgewählte Musik bleibt einzigartig; es gibt bundesweit keinen anderen Sender mit einem vergleichbar internationalen Mix aus Global Pop. Live-Konzert-Mitschnitte werden zudem künftig prominenter am Samstagabend ab 18 Uhr statt wie bisher am Freitag um 23 Uhr ausgestrahlt.

Digital plant Cosmo mit „Hype“, in dem Deutsch-Rap und authentische Schilderungen des Lebens junger Menschen mit Migrationshintergrund zu einer packenden Geschichte verschmelzen, eine Premiere. Erstmals produziert der Sender eine fiktionale Serie für das Fernsehen, die ARD-Mediathek und natürlich die digitalen Ausspielkanäle von Cosmo. Erweitert wird zudem das Podcast-Portfolio: In Zusammenarbeit mit Funk entsteht das dokumentarische Storytelling-Podcastformat „Deso – der Rapper, der zum IS ging“‚. Mit „Schwarz, Rot, Blut“ ist ein True Hate Crime Podcast in Arbeit, der rassistische Straftaten behandelt. Die Podcasts werden montags bis freitags ab 19 Uhr auch im Radio ausgestrahlt.

Quelle: WDR

Bildquelle:

  • Wechsel an der Spitze von Cosmo: Schiwa Schlei übernimmt die Leitung: WDR
  • df-cosmo-logo: ARD-Foto

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  1. "Die Hälfte seiner Ressourcen investiert der Sender neben dem linearen Radioprogramm in die Produktion digitaler Angebote." "Das einzigartige Sprachenangebot von Cosmo, das von WDR und RBB produziert wird, stellt sich künftig rein digital auf: Die traditionsreichen Radiosendungen wurden zu individuell auf die Communitys zugeschnittenen Podcasts" "Die zweistündige Musiksendung am Abend wird auf fünf Stunden täglich erweitert und zwischen 14 und 19 Uhr platziert." "Show" "Zwischen 12 und 14 Uhr gibt es dann auch eine nicht moderierte Musikstrecke ohne Wortanteil." "Gleiches gilt für den späteren Sendestart von bislang 6 auf 7 Uhr." Schon krass, wie man das Ausbluten eines einst vielfältigen Hörfunkprogramms als Weiterentwicklung verkaufen kann.
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