Neuer privater Radiosender in NRW – via UKW und DAB+

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radio radiosender © tanawatpontchour - stock.adobe.com
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Das fast Unmögliche ist auf dem Weg: Ein neuer privater Radiosender in NRW. Im Zuweisungsverfahren über die zweite UKW-Kette hat die Medienkommission der Landesanstalt für Medien NRW den Antrag genehmigt.

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Im Sommer soll ein neuer privater Radiosender on air gehen. Der Arbeitstitel für das Hörfunk-Vollprogramm lautet „Radio 345“. Mal abwarten, ob es dabei bleibt. Klingt, offen gesagt, allzusehr nach einem Arbeitstitel als nach einem „richtigen“ Sendernamen. Ausgerichtet ist neuer Sender, auf dem hauptsächlich englischsprachige Popmusik (aktuelle Hits und Chart-Erfolge der letzten zwanzig Jahre) gesendet werden, auf junge Leute.

„Radio 345“ richtet sich an junge Zielgruppe

Im Rahmen des musikalischen Angebots soll aber auch neuen Musikern aus Nordrhein-Westfalen eine Plattform geboten werden. Gleiches gilt für den Bereich der Comedy. Zudem sollen aktuelle Informationen zum festen Bestandteil des Programms gehören. Neben Welt-, Deutschland- und Regionalnachrichten aus NRW gehören auch lokaljournalistische Beiträge aus den Bereichen Wirtschaft, Sport, Gesellschaft und Religion zum Senderkonzept. Ein redaktioneller Schwerpunkt liegt dabei auf der Hintergrund-Berichterstattung über landespolitische Themen.

Neuer Radiosender soll über UKW und DAB+ zu empfangen sein

Hierfür investiert das Konsortium in den Standort Nordrhein-Westfalen in Höhe von ca. 10 Millionen Euro und schafft zahlreiche Arbeitsplätze am Redaktions-Standort Köln. Darüber hinaus verfolgt der Sender eine so genannte Multichannel-Strategie. Das heißt, neben dem UKW-Sender ist auch ein DAB+-Ableger sowie ein Simulcast-Stream, eine eigene Skill, eine App, On-Demand-Beiträge in Podcast-Form und eine umfangreiche Social Media-Berichterstattung geplant.

Im Rahmen eines Verständigungsverfahrens hatten sich die elf zugelassenen Bewerberinnen und Bewerber geeinigt, ein gemeinsames Programm anzubieten. Die Gesellschafter mit den meisten Kapitalanteilen der neuen Unternehmung NRW Audio GmbH & Co. KG sind dabei die Antenne NRW GmbH & Co. KG und die radio NRW GmbH mit jeweils 24,5 Prozent. Geschäftsführer der Komplementärgesellschaft sind Felix Kovac, der auch Programmverantwortlicher ist, und Harald Gehrung. Felix Kovac ist zugleich weiterhin Geschäftsführer der Antenne NRW GmbH & Co. KG. Harald Gehrung ist zugleich weiterhin Geschäftsführer der ffnrw GmbH.

Neben Antenne NRW und radio NRW sind an der neu gegründeten Gesellschaft NRW Audio GmbH & Co. KG beteiligt:

  • ffnrw GmbH mit 9,0 Prozent
  • NiedersachsenRock 21 GmbH & Co. KG mit 7,0 Prozent
  • KISS FM Radio GmbH & Co. KG mit 7,0 Prozent
  • Metropol FM GmbH mit 6,5 Prozent
  • Radio TEDDY GmbH & Co. KG mit 6,0 Prozent
  • ROCK ANTENNE GmbH & Co. KG mit 6,0 Prozent
  • Studio Gong NRW GmbH & Co. Studiobetriebs KG mit 5,0 Prozent
  • Arabella NRW GmbH & Co. KG i. G. mit 3,5 Prozent
  • Plattform für regionale Musikwirtschaft GmbH mit 1,0 Prozent

Bildquelle:

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10 Kommentare im Forum

  1. Hieß es nicht, auf UKW gäbe es keine freien Frequenzen mehr? Die Musikauswahl scheint ja analog zum neuen "Radio NRW" zu sein, aber offenbar gibt's mehr News und Hintergrundberichte. Bin gespannt. Während also ein neuer Sender sowohl via UKW als auch über DAB+ startet, schafft es Radio Köln bis heute nicht, via DAB+ zu senden...
  2. Die NRW-Lokalradios haben derzeit keine Ambitionen, via DAB+ zu senden. Von daher ist die Diskussion darüber zwecklos.
  3. Das Musikformat klingt zum Davonlaufen, nur das Schlechteste. Das wundert mich bei Anteilseignern wie der Rock Antenne schon.
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