Arte: Wechsel von SD- zu UHD-Satellitenverbreitung zum Jahresende

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Dass Arte plant, die Satelliten-Verbreitung in SD abzuschalten und stattdessen auf UHD umzusatteln, war schon länger bekannt. Dann wurde die Frist aber noch einmal verlängert. Nun steht fest, wann der Wechsel ansteht.

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Aus dem 23. Bericht der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) ging nicht nur hervor, dass der Rundfunkbeitrag bis 2024 bei 18,36 Euro bleibt. Es wurde darin auch aufgeführt, wofür die Sender die Mittel benötigen. Im Fall von Arte liest sich dies wie folgt:

„Die Steigerung der Kosten der Satellitenverbreitung von 2017 bis 2020 zu 2021 bis 2024 begründet Arte im Wesentlichen mit der Entscheidung von Arte G.E.I.E., ab 2023 auf die Qualitätsstufe UHD-TV umzusteigen. Der Datenratenbedarf für UHD-TV übersteigt den von HDTV. In ihrem 22. Bericht hatte die Kommission den jetzt angemeldeten Betrag bereits anerkannt. Daher reduziert die Kommission die Aufwendungen der Satellitenverbreitung nicht.“ Ursprünglich war dies bereits für Ende 2021 geplant (DIGITAL FERNSEHEN berichtete). Dann verlängerte man die SD-Verbreitung noch einmal, so dass sie den laufenden Verträgen mit SES Astra entsprachen. Die bisherige Vereinbarung endet zum 31. Dezember 2022. Mitte 2020 hieß es vonseiten Artes auf Anfrage von DIGITAL FERNSEHEN:

„Arte wird die SD-Verbreitung fortsetzen. Der langfristige Vertrag zwischen Arte sowie SES Astra über die SD-Verbreitung von Arte über einen Teil des Transponders 51 hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2022. Zu gegebener Zeit wird das weitere Vorgehen ab 2023 zu beraten sein.“ Dies scheint nun geschehen zu sein. Denn in dem Bericht der KEF wird ja nun ausdrücklich 2023 als Zeitpunkt des UHD-Umstiegs von Arte genannt. Möchte man keine unnötige Sendepause wagen, sollte es also ab dem kommenden Neujahrstag so weit sein.

1. Januar 2023 designiertes Datum für Wechsel von Arte SD zu UHD via Sat

Weiter heißt es im 23. Bericht der KEF zu den UHD-Plänen von Arte: „Beim Aufwand für die Programmverbreitung würden Kosten für die ab 2023/2024 geplante UHD-TV-Verbreitung in Höhe der bisherigen Ansätze für die SD-Verbreitung von Arte berücksichtigt. Perspektivisch sei insofern jedoch mit Kosten mindestens in Höhe der Kosten für HD zu rechnen. Die infolge eines Rechtsstreits mit Vergleichen für die Vergangenheit und Vereinbarungen für die Zukunft geschlossenen Kooperationsverträge mit den Kabelnetzbetreibern hätten im 22. Bericht noch nicht berücksichtigt werden können und führten zu Mehrbedarf. Bereits im Jahr 2020 seien hierfür Mittel aus den Programmzulieferungen umgeschichtet worden. Am 9. Juni 2021 hat Arte Deutschland höhere Kosten für die Kabelverbreitung nachgemeldet, die auf eine Verschiebung des Aufwands aus der Periode 2025 bis 2028 in die Jahre 2021 bis 2024 zurückzuführen seien, und seine Anmeldung entsprechend aktualisiert.

Und auch bei der Verbreitung auf IP-Netzen erhöhten gestiegene Kosten die Ansätze, sodass insgesamt ein im Vergleich zur Feststellung des 22. Berichts höherer Verbreitungsaufwand angemeldet werde. Gegenüber dem im 22. Bericht festgestellten Betrag für 2021 bis 2024 meldet Arte für die Verbreitung auf IP-Netzen dadurch einen um 815.000 Euro höheren Bedarf an. Die Steigerung gegenüber dem zum 22. Bericht angemeldeten Bedarf für 2017 bis 2020 liegt bei 41,8 Prozent und damit unter dem Wert von 15 Prozent pro Jahr. Von daher hatte die Kommission auch hier keine Einwände.

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67 Kommentare im Forum

  1. Naja ZDF 4K war für 2022 geplant, dank SD Verlängerung auf unbekannt verschoben. Aber schön, dass ein linerer Sender mal auf Vollprogramm bei UHD nach QVC UHD setzt. Auch wenn großteils hochskaliert.
  2. Mal angenommen, Arte plant gar nicht, nahtlos von SD auf UHD zu wechseln, dann wäre der DF-Beitrag wieder einmal was Aus-den-Fingern-Gesaugtes. Wenn Arte 2023 auf UHD umsteigt, dann gibt es dafür 365 möglich Daten. Immerhin werden für die UHD-Verbreitung die bisherigen Ansätze für die SD-Verbreitung berücksichtigt!!! Und perspektivisch, also irgendwann später, sei mit Kosten minestens in Höhe der HD-Verbreitung zu rechnen. Also UHD ist ja gar nicht teurer...
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