Bayerische Staatsoper kritisiert Fernsehsender als Opernmuffel

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Bild: Destina - Fotolia.com
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München – Die Bayerische Staatsoper hat die deutschen Fernsehsender als Opernmuffel kritisiert. „Die Kunstform Oper wird vom deutschen Fernsehen nicht mehr gepflegt“, sagte die Pressesprecherin der Bayerischen Staatsoper, Ulrike Hessler, am Dienstag in München.

Die Sendung von Opernaufzeichnungen sei bei ARD und ZDF eine Seltenheit geworden. Live-Übertragungen gebe es gar nicht. Vor allem die ARD sei in Sachen Opernübertragungen „sehr hart verpackt“, beklagte Hessler.

Grund für diesen Zustand ist nach Ansicht Hesslers nicht nur der immer wieder von den öffentlich-rechtlichen Sendern beklagte Geldmangel. Selbst wenn alles zum Nullpreis zu machen wäre, würde es keine akzeptablen Sendeplätze geben, weil die Anstalten immer nur auf die Einschaltquoten schauten. Da sei die Wiener Staatsoper mit dem Österreichischen Rundfunk (ORF) wesentlich besser bedient.
 
Hessler verwies auf die sehr erfolgreiche Übertragung der Neuinszenierung von Wolfgang Amadeus Mozarts „Hochzeit des Figaro“ von den letztjährigen Salzburger Festspielen. Der ORF habe die Oper live zu bester Sendezeit gebracht. In der ARD sei die Aufführung nur zeitversetzt am späten Abend zu sehen gewesen. „Da können Sie sich vorstellen, wann das geendet hat.“ (ddp-bay)[lf]

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