Büchners „Leonce und Lena“ im ZDF Theaterkanal

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Mainz – Das ZDF zeigt am morgigen Samstag Georg Büchners „Leonce und Lena“ in einer Aufführung des Melchinger Theaters Lindenhof.

Samstag, 16.05 Uhr: „Leonce und Lena“ am Lindenhof
 
Der interessenlose, gelangweilte Königssohn Leonce aus dem Reiche Popo soll mit der Prinzessin Lena vom Reiche Pipi verheiratet werden, doch er drückt sich vor der Verantwortung und flieht. Unterwegs begegnet er der unbekannten Lena, die auch vor etwas davon läuft.
 
Das Melchinger Theater Lindenhof bringt Georg Büchners Stoff mit behinderten Laien auf die Bühne. Das Verwechslungs- und Vermummungsspiel mit märchenhaften Entrückungen spiegelt mannigfaltig Erfahrungen der geistig behinderten Heimbewohner wieder: ein ritualisiertes Leben in der Anstalt, zuweilen sinnentleert und doch verlässlich.

Das Happy-End, Liebesglück zwischen Leonce und Lena, ist nur auf der Bühne ein idyllisches Utopia. Im wahren Leben sind die beiden leicht geistig behinderten Hauptdarsteller Florian und Elly ein echtes Liebespaar, seit sie zusammen Theater spielen und hoffentlich noch länger. Aber nicht nur die behinderten SchauspielerInnen können manchmal Beruf und private Beziehungen nicht ganz voneinander trennen.
 
Berti Biesinger, Lindenhöfler Urgestein, hat schon vor Jahren sehr eng mit Norbert zusammengearbeitet. Dieser hat einen Microcephalus, einen winzigen Kopf. Seitdem sind die beiden Freunde und Berti Biesinger kümmert sich auf und hinter der Bühne um den kleinen, dünnen Mann. Norbert hält auch einen Prolog und dirigiert die Ouvertüre des Stücks.
 
 
20. Juli, 19.40 Uhr: „Leonce und Lena“
 
Am Berliner Ensemble hat der weltberühmte Theatermagier Robert Wilson mit Hilfe von Deutschlands Popstar Nr. 1 Herbert Grönemeyer eine leichte, rasante und humorvolle Version von Georg Büchners Lustspiel „Leonce und Lena“ inszeniert. Herbert Grönemeyer kreierte die Songs, die locker in das Satire-Märchen über die Liebes-Odyssee der Königskinder Leonce und Lena verwoben sind und vom Ensemble mit erkennbarer Lust an aufregender und anregender Unterhaltung vorgetragen werden.
 
Nina Hoss als zauberhafte Lena, Markus Meyer als gelangweilter Leonce, Stefan Kurt als furioser Valerio und Walter Schmidinger als müder König führen ein glänzend aufgelegtes Ensemble zum Berliner Publikumserfolg des Jahres. Ein Bildertheater voller Farbeffekte mit Live-Musik, fantasievollen Kostümen und stilisierten Schminkmasken zieht das Publikum in seinen Bann. Entstanden ist im Jahr 2003 ein Theaterstück mit Musical-Qualitäten, eine vergnügte Büchner-Show, die das Berliner Publikum zum Rasen bringt und ihm einen grandiosen Abend beschert.
 
 
23. Juli, 20.30 Uhr: „Absolute Wilson“
 
Seine Bühnenproduktionen gelten als revolutionär, doch die Person hinter den Kulissen ist bis heute ein Rätsel geblieben: Robert Wilson. Der Film „Absolute Wilson“ öffnet die Tür zu Leben und Wirken dieses Visionärs, der sich auch durch seine Arbeit mit Lernbehinderten einen Namen machte. Fünf Jahre lang hat die Hamburger Filmemacherin Katharina Otto-Bernstein den Bühnenregisseur Robert Wilson für ihren Film mit der Kamera begleitet. Der ZDFtheaterkanal zeigt den Film aus dem Jahr 2006 in Erstausstrahlung. [ar]

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