DF enthüllt Sender-Pläne zu neuen Navigatoren (Update)

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Zuletzt berichtete DIGITAL FERNSEHEN über die Einigung der TV-Sender in Sachen Navigation und EPGs, jetzt liegt DF das gemeinsam erarbeitete Papier vor.

Geht es nach den Plänen der Sender, dann ist Ihre Receiver-Navigation zukünftig folgendermaßen aufgebaut: Auf der obersten Navigationsebene können Sie sich zwischen ihrer „Favoriten“-Liste, einer „Free“-TV-Liste, der „Abo/Pay“-Anzeige, einer Liste aller Angebote („Alle“), einer Auflistung nach „Bouquets/Genres“ sowie einer Liste aller Hörfunksender („Radio“) entscheiden.

Wählt man einen dieser Buttons, dann gelangt man auf die zweite Menü-Ebene. Auch hierfür haben die Sender sich auf gemeinsame Vorschläge geeinigt. So darf die „Favoriten“-Senderliste, die sich der Zuschauer selbst zusammenstellen kann, nicht voreingestellt sein. Vielmehr soll es für den Nutzer spielend leicht sein, seine persönliche Senderliste aus allen anderen angebotenen Aufreihungen zu wählen. „Uns ist es natürlich das Liebste, wenn der Nutzer seine eigene Senderliste zusammenstellt“, sagte Michael Albrecht, Chef von ARD Digital auf Nachfrage von DIGITAL FERNSEHEN.
 
Die zweite Liste „Free“ soll alle frei empfangbaren Kanäle beinhalten. Die Sender haben sich darauf geeinigt, dass diese Aufreihung „nach marktgerechten Kriterien“, also nach Reichweite, voreingestellt sein muss. Laut Albrecht werden jedoch das Erste und das ZDF unabhängig davon die beiden Top-Plätze belegen.
 
Ebenso soll auch die „Abo/Pay“-Anzeige alle Pay-Angebote anzeigen. Hier machen die Sender bisher nur etwas ungenauere Vorschläge, die der grundsätzlichen Leitlinie der Diskriminierungsfreiheit entsprechen. So ist zum Beispiel eine Ordnung nach dem Alphabet im Gespräch.
 
Wer die Option „Alle“ wählt, bekommt, wie der Name schon sagt, jeden ausgestrahlten Sender in alphabetischer Reihenfolge mit den Zahlen vorab angezeigt. Da dürfte sich die Einteilung in die „Bouquets/Genres“ schon schwieriger gestalten: Hier sollen die Programmmacher ihre Kanäle selbst einer Kategorie zuordnen. Als Genres stellen sich die Sender Unterpunkte wie „Hauptprogramme“, „regionale Programme“, „Spielfilme/Serie“ oder „Musik/Lifestyle/Comedy“ vor. Innerhalb der Kategorien sieht das erarbeitete Papier eine Ordnung „nach marktgerechten Kriterien“ vor – sprich: nach Einschaltquote.
 
Mittlerweile steht das Papier im pdf-Format zum Download auf der VPRT-Seite bereit. [lf]

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  • Inhalte_Fernsehen_Artikelbild: Destina - Fotolia.com

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