Eins Festival zeigt im Juli Talkshow-Klassiker

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Saarbrücken – Eins Festival präsentiert im Zeitraum vom 5. bis 11. Juli neben dem Spielfilm „Good Woman“ auch ein Best-Of der Talkshow „Heut’ abend“ mit Joachim Fuchsberger.

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Außerdem verdeutlichen am Montag (7. Juli) zwei Dokumentationen die Geschichte des Neptun-Hotels in Warnemünde: von der „Stasi-Bastion“ zur Wellness-Oase.

„Good Woman – Ein Sommer in Amalfi“ (5. Juli, 21.45 Uhr), Spielfilm Spanien/Italien/Großbritannien/Luxemburg/USA 2004, Regie: Mike Barker
 
In der Komödie nach einer Oscar-Wilde-Vorlage, die in den 1930er Jahren an der italienischen Riviera spielt, verbringen das frisch verheiratete Paar Meg (Scarlett Johansson) und Robert (Mark Umbers) ihre Flitterwochen in Amalfi. Was sie nicht ahnen: Die als Verführerin verrufene Mrs. Erlynne (Helen Hunt) reist ihnen nach, um das junge Eheglück auf die Probe zu stellen. „Good Woman“ ist ein wunderbar erzählter Kostümfilm, der auf Oscar Wildes Theaterstück „Lady Windermeres Fächer“ basiert. Die dritte Verfilmung des Dramas ist eine gewitzte Gesellschaftskomödie, die mit großer Sorgfalt umgesetzt wurde und vor allem eine Bühne für die blendend aufgelegten Schauspielerinnen bietet.
 
„Heut‘ abend“ (1/8), Sendetermin: ab Sonntag, 6. Juli, 14.15 Uhr, mit Joachim Fuchsberger
 
Die Talkshow „Heut‘ Abend“ lief über zehn Jahre in der ARD. Die Sendungen mit Joachim Fuchsberger fangen zwar gemächlich an, doch gerade darin besteht derReiz dieser Sendungen. Lange und ausführlich darf der Gast erzählen, ohne mit effektheischenden Fragen von einem Moderator gequält zu werden. Fuchsberger ist ein Klassiker – er erzeugt das nostalgische Fernsehgefühl. So wie damals wird heute keine Talkshow mehr produziert. In der Zeit zwischen 1980 und 1991 konnte Joachim Fuchsberger rund 300 prominente Zeitgenossen zu ihrem Leben befragen. Eins Festival zeigt eine Best-Of-Auswahl dieser Reihe. Die Zuschauer können sich auf je zwei Folgen am frühen Sonntagnachmittag freuen.
 
Sendetermine „Heut’ abend – Mit Joachim Fuchsberger“
 
Sonntag, 6. Juli:
14.15 UhrGast: Günther Jauch
15.00 UhrGast: Rudi Carrell
 
Sonntag, 13. Juli:
13.50 UhrGast: Thomas Gottschalk
14.35 UhrGast: Frank Elstner
 
Sonntag, 20. Juli:
14.00 UhrGast: Falco
14.45 UhrGast: Harry Belafonte
 
Sonntag, 27. Juli:
14.00 UhrGast: Karl Lagerfeld
 
Sonntag, 3. August:
14.00 UhrGast: Hildegard Knef

„Warnemünde – Fünf Sterne für’s Volk“, Sendetermin: Montag, 7. Juli, 20.15 Uhr,
Ein Film von Steffen Schneider
 
Das Hotel „Neptun“ – der weiße Koloss am Strand von Warnemünde – war zu DDR-Zeiten für manchen Bürger ein Mythos. In dem Haus wohnte Fidel Castro kurz nach dessen Eröffnung und es konnten privilegierte FDGB-Urlauber für 300 DDR-Mark pro Woche Ferien machen. Ein Hotel für Promis und das Proletariat – so verkündete es die Propaganda. Eine Besonderheit des „Neptun“ ist, dass in dessen Hotelkeller die erste Diskothek der DDR eröffnet wurde. Im „Neptun“ gibt es Angestellte, die schon seit 33 Jahren treu zu Diensten sind. Einer von ihnen ist Direktor Klaus Wenzel. Er hatte Beziehungen in jeden Winkel der Welt. Er versorgte sein Hotel mit den feinsten West-Spirituosen, mit Krabben, Bananen und Pepsi Cola. Und heute? Die Keller-Disko ist brechend voll, das Hotel gut besucht. Das „Neptun“ hat die Wende überlebt, hat ein Parkhaus gebaut, Zimmer renoviert und eine Wellness-Etage eingerichtet. Die FDGB-Urlauber von damals kommen jetzt allerdings nicht mehr. Aber manche Privatgäste aus DDR-Zeiten, die einen Platz im „Neptun“ über Beziehungen und mit viel Trinkgeld ergattern konnten, sind noch heute zu Gast. Der Film erzählt Geschichte und Geschichten aus dem Hotel: Vom Portier Peter Storm bis zur Zimmerfrau Anngret Voigt in der Sechzehnten. Von Direktor Klaus Wenzel bis zum Kellerdisko-Chef Michael Schiffner. Von den Leipziger Stammgästen Yvonne Callies und Christa Gehrmann bis zu „Muck“ und dem Sohn von Günther Guillaume.
 
„Hotel der Spione“, Sendetermin: Montag, 7. Juli, 20.45 Uhr, Das „Neptun“ am Ostseestrand in Warnemünde, Film von Friederike Pohlmann und Wolfram Bortfeldt
 
Von Anfang an rankten sich Gerüchte um das „Neptun“, für viele ist es heute noch das „Stasi-Hotel“. Die Autoren Wolfram Bortfeldt und Friederike Pohlmann sahen sich im Hotel um, sprachen mit Mitarbeitern und recherchierten in Archiven. Sie fanden unter anderem weit über 100 Akten von Inoffiziellen Mitarbeitern des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) im Hotel. Überraschendes Ergebnis: Einige dieser IMs haben sich bis heute gehalten. Sie hatten der Staatssicherheit ermöglicht, die Gäste – darunter viele Prominente aus dem Westen – rund um das „Neptun“ zu bespitzeln. Der Film schildert die Geschichte des „Neptun“ und zeigt, wie das MfS ein DDR-Hotel voll unter Kontrolle hatte – eine „Stasi-Bastion“ am schönen Ostseestrand. [cg]

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