Eins Plus reist nach Istanbul

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Saarbrücken – Istanbul ist eine Metropole, die wie keine andere für den Zusammenschluss Europas und Asiens steht.

Hier ist die Schnittstelle zwischen Orient und Okzident, zwischen Christentum und Islam, zwischen Tradition und Moderne. Der ARD-Digitalkanal Eins Plus widmet der Metropole am Bosporus morgen einen ganzen Sonntagsschwerpunkt, das heißt über vier Stunden Filme und Reportagen über die Stadt der zwei Kontinente.
 
Die Sendungen im Einzelnen:
 
16.00 Uhr
Bosporus – Istanbuls Lebensader

Istanbul ist keine Stadt am Meer, sondern eine Stadt im Meer – eine Wassermetropole: Der Bosporus verleiht Istanbul seinen Glanz, er verbindet das Schwarze Meer mit dem Marmarameer, Asien mit Europa. Zum jeweils anderen Kontinent ist es nur ein Katzensprung. Die Sendung begleitet Fährmänner, die täglich Händler, Pendler und ganze Güterzüge zwischen Okzident und Orient hin- und herschippern und dabei stets wachsam sein müssen: Mit 50.000 Schiffen pro Jahr gehört der Bosporus zu den am meist befahrenen Wasserstraßen der Welt. Neben der Hagia Sophia, die Jahrhunderte lang die größte Kirche der Welt war, ist die Galata-Brücke das Wahrzeichen Istanbuls und Lebensmittelpunkt einer der lebendigsten Städte der Welt.
 
16.45 Uhr
Istanbul – Meere, Mauern und Moscheen
Ein Film von Michael Bauer
 
Istanbul gehört zu den beliebtesten Zielen unter den Städtereisen. Der Reiz der Stadt ist ihre faszinierende Kultur aus unterschiedlichen Religionen und Völkern, am Rande Europas und am Rande Asiens. In Vergessenheit geriet, wie verwoben die Kultur des Abendlandes mit der des Morgenlandes ist und welche gemeinsamen Wurzeln das Christentum und den Islam verbinden. Es gäbe wohl keine Wiener Kaffeehauskultur ohne die Türken und auch keinen Jugendstil ohne die Kunstschätze des Islam, ihre Farbgebung und Arabesken.
Die Dokumentation „Istanbul – Meere, Mauern und Moscheen“ führt die Schönheit osmanischer Kunst vor Augen und schärft dabei auch den Blick für die heutige Türkei und den Islam. Michael Bauer und sein Kameramann Robert Kumeth dokumentieren anhand vieler – auch weniger bekannter – Moscheen und Paläste in Istanbul die gegenseitigen kulturellen Einflüsse von Orient und Okzident, islamischer und christlicher Kunst und Architektur.

17.30 Uhr
Türkei – Die Bosporus-Brücke
 
Als einzige Brücke der Welt verbindet sie zwei Kontinente miteinander: die Bosporus-Brücke in Istanbul. Der uralte Traum einer festen Verbindung zwischen Asien und Europa wurde 1973 wahr. 1,5 Kilometer ist die sechsspurige Brücke lang, circa 33 Millionen Euro hat sie gekostet. Heute ist die Bosporus-Brücke ein wichtiger Bestandteil des Lebens in Istanbul. Sie hat nicht nur die Zahl der Überfahrten von Asien nach Europa erhöht, sondern auch für einen sozialen und wirtschaftlichen Aufschwung auf beiden Seiten des Bosporus gesorgt. Doch die Verkehrsprobleme, die ursprünglich zum Bau der Brücke führten, standen einige Jahre später schon wieder auf der Tagesordnung. Und auch der Bau einer zweiten Brücke hat keine dauerhafte Lösung gebracht.
 
18.00 Uhr
Köstlicher Orient – Die Süßigkeiten des Serail
 
„Süß gegessen, süß gesprochen“ ist eines der vielen Sprichwörter der türkischen Küche. Süß wie die zahllosen Puddingsorten, Marmeladen und das Gebäck sollen die Menschen miteinander umgehen, soll das Leben sein. Schon im 18. Jahrhundert schwärmten Reisende aus Europa von den herrlichen Süßspeisen der türkischen Küche, die geheimnisvolle Namen tragen wie „gewundener Turban“, „Sultan“, „Serail“, „Frauennabel“ oder „Nachtigallennest“. Traditionell sind die Süßspeisen mit besonderen Familienfesten oder religiösen Feierlichkeiten verbunden. Das Ende der Fastenzeit wird mit dem „Zuckerfest“ gefeiert. Der Film wirft einen Blick in den „Honigtopf“ einer außerordentlichen Küche.
 
18.30 Uhr
Reisewege zur Kunst: Istanbul
Ein Film von Eva Maek-Gérard
 
Istanbul ist eine der schönsten und ältesten Städte am Mittelmeer. Als Byzanz war sie in der Antike eine bedeutende Handelsstadt, als „Konstantinopel“ zur Zeit des Römischen Reiches das Zentrum der orthodoxen Christenheit. Vor tausend Jahren war Istanbul die größte und prachtvollste Stadt der Welt – und nach der Eroberung durch die Türken wurde sie als Hauptstadt des Osmanischen Reiches zum Zentrum der gesamten islamischen Welt. Wie in einem riesigen Freilichtmuseum kann man in der Millionenstadt auch heute noch die Zeugnisse ihrer großen Vergangenheit besichtigen: die ehemals christliche Hagia Sophia, der Topkapi-Palast der Sultane mit osmanischer Schatzkammer und Harem, die Goldmosaiken des Chora-Klosters, die unterirdische Zisterne aus byzantinischer Zeit, die größten und schönsten Moscheen des Osmanischen Reiches, Bazare und Museen. Aber die Stadt am Bosporus ist auch eine moderne, vielschichtige Metropole: Schwarz verschleierte Frauen und Mädchen in Miniröcken, orientalischer Straßenhandel und modernste Bankenviertel, Wasserpfeifen und Wiener Kuchenbüffets. All diese vielfältigen, faszinierenden Eindrücke macht dieser Film sichtbar.
 
19.15 Uhr
Byzanz – Europas östliches Erbe
Ein Film von Elli Gabriele Kriesch
 
Byzanz, Brücke zwischen Orient und Okzident, galt als Inbegriff hoch entwickelter Zivilisation. Unermesslicher Reichtum und verschwenderischer Luxus, kirchliche und höfische Prachtentfaltung prägten das Bild vom Weltreich am Bosporus. Griechische Bildung, römische Staatskunst und christlicher Glaube verschmolzen zu einer in den orthodoxen Ländern immer noch präsenten Kultur.
Das oströmische Reich von Byzanz währte über tausend Jahre, lag auf drei Kontinenten mit fünf Meeren und wurde von einem Kaiser als Stellvertreter Gottes auf Erden regiert. Konstantin der Große war es, der 324 nach Christus das Fundament für die neue Metropole im Osten legte. Byzanz wurde zum zweiten Rom, zum neuen „Nabel der Welt“. In Konstantinopel erlebte das römische Kaisertum einen neuen Höhepunkt. Die Einflüsse aus dem Osten führten zu einer unvergleichlichen kulturellen Blüte. Fast alle Autoren der griechischen Antike sind uns nur in byzantinischen Abschriften erhalten. Auch die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Antike, der Mathematik, Astronomie, Geographie, Medizin und Jurisprudenz wurden so überliefert.
 
19.45 Uhr
Istanbul – Metropole dreier Weltreiche
Ein Film von Gabi Reich
 
Istanbul, Metropole und Kapitale dreier Weltreiche, Schmelztiegel verschiedener Kulturen, einzige Stadt auf zwei Kontinenten: Das römische Reich und seine Kultstätten gaben die Fundamente für Konstantinopel, Hauptstadt des byzantinischen Reiches, worauf die Osmanen ihre Herrschaft gründeten. Die Altstadt von Istanbul, ausgelegt auf sieben Hügeln wie Rom, gilt nicht nur mittelalterlichen Dichtern als Augapfel aller Städte. Ungebrochen zieht sie Menschen in ihren Bann wie eine schimmernde Fata Morgana am Schnittpunkt von Orient und Okzident. Das historische Istanbul auf der Landzunge zwischen Goldenem Horn, Marmarameer und Bosporus scheint wie keine andere Metropole dazu bestimmt, Ost und West in einer Synthese zusammenzuführen. [mth]

Bildquelle:

  • Inhalte_Fernsehen_Artikelbild: Destina - Fotolia.com

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