Ex-ARD-Vorsitzender Fritz Pleitgen kritisiert „Tagesschau“

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Nach Meinung des früheren WDR-Intendanten und ARD-Vorsitzenden Fritz Pleitgen ist das Nachrichtenflagschiff „Tagesschau“ zu kurz und einseitig. Es sei ein Fehler, sich verstärkt auf deutsche Ereignisse zu konzentrieren.

Die „Tagesschau“ sei „erstklassig gemacht – aber zu kurz, um das Weltgeschehen adäquat abzubilden“, erklärte Pleitgen in einer Vorabmeldung des Magazins „Der Spiegel“. Aus diesem Grund würden in der Nachrichtensendung deutsche Ereignisse dominieren oder „gelegentlich zweitklassige Ereignisse an erste Stelle“ rücken, nur weil sie in Deutschland spielten.

„Ich halte das für bedenklich“, so Pleitgen. „Der Blick durch die nationale Brille fördert nationalistisches Denken. Deutschland als Nabel der Welt, das geht auf Dauer ins Grundwasser des politischen Bewusstseins“. Ein Land von der Bedeutung Deutschlands brauche eine Sendung mit umfassenden Weltnachrichten, um das ganze Bild zu liefern. „Das Korrespondenennetz dafür ist vorhanden.“[rh]

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