Handy-TV via DVB-H in den Startlöchern

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Hamburg – Die Vergabe von Frequenzen für Handy-TV wurde nun einhellig von Rundfunkanstalten, Ländern, Aufsichtsbehörden und Mobilfunkbetreibernbeschlossen.

Wie die Hamburger Wirtschaftsbehörde gegenüber der Financial Times Deutschland bestätigte, wurde sich auf ein bundesweit einheitliches Programmangebot auf Basis des Übertragungsstandards DVB-H geeinigt.

Die Erwartungen an das mobile Fernsehen auf dem Handy-TV sind hoch: Es soll den derzeit stagnierenden Mobilfunkmarkt von 2008 an zu neuen Wachstum verhelfen. DVB-H, eine mobile Variante des terrestrischen Digitalfunks DVB-T wurde der Vorzug gegeben, da dieser technische Standard im Gegensatz zum Konkurrenzstandard DMB besonders frequenzsparend arbeite. Über DMB bietet die Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH bereits das vier Programme umfassende Handy-TV-Angebot „Watcha“ an (DIGITAL FERNSEHEN berichtete).
 
Welche TV-Programme ausgestrahlt werden, sei noch offen. Die Länder prüfen laut FTD derzeit, eine zentrale Stelle für die Auswahl einzurichten. Es sei im Gespräch, einige Programme den Mobilfunkunternehmen einheitlich vorzuschreiben ohne ihnen den Raum für Wettbewerb zu nehmen. Bis Ende März soll entschieden werden.
 
Nur das Kartellamt könnte dem Start des Handyfernsehens noch einen Strich durch die Rechnung machen. Momentan prüfe das Amt, ob die Mobilfunkbetreiber die Sendetechnik gemeinsam betreiben dürfen und so der Wettbewerbs eingeschränkt würde. Dem Wirtschaftsministerien zufolge macht der Frequenzmangel allerdings einen gemeinsamen Betrieb notwendig. [sch]

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