Maischberger diskutiert über Risiken und Nebenwirkungen

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Bild: Destina - Fotolia.com
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München – Das Thema: „Der betrogene Patient: Machen Medikamente krank?“ stehtim Mittelpunkt der nächsten Ausgabe des ARD-Talks Menschen bei Maischberger.

Dazu begrüßt Moderatorin Sandra Maischberger am Dienstag ab 22.45 Uhr folgende Gäste:
 
Hans Weiss (Pharmakritiker)
Beate Tepper (Medikamentenopfer)
Prof. Dr. Torsten Strohmeyer (Forschungschef GlaxoSmithKline)
Cornelia Yzer (Hauptgeschäftsführerin des Verbands Forschender
Arzneimittelhersteller)
Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig (Internist, Vorsitzender der
Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft)

Hans Weiss
Vor genau 25 Jahren erschien Hans Weiss‘ Bestseller „Bittere Pillen“, der bis heute in vielen Neuauflagen über Nutzen und Nebenwirkungen von Arzneimitteln aufklärt. Der Medikamentenexperte kritisiert die Korruption im deutschen Gesundheitswesen. „Es ist erschreckend, wie viel Macht die Pharmakonzerne über deutsche Ärzte haben“, sagt Hans Weiss. Statt der Entwicklung guter Medikamente und der Patientenbetreuung stehe der Gewinn an erster Stelle.
 
Beate Tepper
Vor fünf Jahren erlitt die damals 53-Jährige einen Herzinfarkt. Weder sie noch ihr Arzt glaubten an ein Medikament als Auslöser. Erst als Beate Tepper über ähnliche, auch tödlich verlaufene Fälle in den USA erfuhr, wurde ihr bewusst, dass das millionenfach verkaufte Schmerzmittel „Vioxx“ den Herzinfarkt verursacht haben könnte. Ihre Klage gegen den Hersteller, der nicht über Nebenwirkungen informiert hatte, blieb bislang erfolglos. „Vioxx“ allerdings ist mittlerweile vom Markt genommen.
 
Prof. Dr. Torsten Strohmeyer
„Medikamente sind sicher, aber nicht nebenwirkungsfrei. Wer das verwechselt, macht einen Fehler“, sagt Prof. Dr. Torsten Strohmeyer, Forschungsleiter Deutschland bei GlaxoSmithKline, dem zweitgrößten Pharmakonzern der Welt. Der frühere Urologe verteidigt die oft kritisierten hohen Arzneimittelpreise und stellt die rhetorische Frage: „Kann man für ein gutes Medikament, das wirklich hilft, tatsächlich zu viel verlangen?“[mth]

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