RTL hat genug: „Rising Star“ soll weg

34
39
Bild: Destina - Fotolia.com
Bild: Destina - Fotolia.com
Anzeige

Von wegen „aufstrebend“ – die Quoten von „Rising Star“ bewegen sich kontinuierlich nach Süden, am Samstag wurde ein neuer Tiefpunkt erreicht. RTL will das Format nun offensichtlich schneller abwickeln als geplant.

Anzeige

Nur 1,11 Millionen Menschen wollten am Samstag noch bei „Rising Star“ zuschauen. Bei den 14- bis 49-Jährigen waren es sogar nur noch 580 000 Zuschauer. Der Marktanteil lag bei katastrophalen 5,9 Prozent. Dass RTL bei diesen Werten einen Ausweg sucht, war zu erwarten.

Einfach absetzen können und wollen die Kölner den Casting-Flop aber nicht. Zum einen braucht man noch einen Sieger, zu am anderen würden damit donnerstags und sonntags gleich zwei Sendeplätze kurzfristig neu belegt werden müssen. Ursprünglich sollte das „große“ Finale am 2. Oktober über die Bühne gehen. Nach Informationen des Medienmagazins „DWDL“ wird es dazu aber nicht mehr kommen.
 
RTL-Sprecher Christian Körner sagte dem Magazin: „Wir arbeiten an einer Programmierung, die den Talenten im Wettbewerb, aber auch dem klaren Votum unserer Zuschauer und dem Konzept selbst in der verbleibenden Zeit gerecht wird.“ Das heißt im Klartext: „Rising Star“ fliegt nicht komplett aus dem Programm, wird aber irgendwo abgewickelt, wo es keinen weiteren Schaden anrichten kann. Was genau mit der Casting-Show passiert, will RTL im Laufe des Tages bekannt geben. [chp]

Bildquelle:

  • Inhalte_Fernsehen_Artikelbild: Destina - Fotolia.com
Anzeige

34 Kommentare im Forum

  1. AW: RTL hat genug: "Rising Star" soll weg Da könnte man doch sicher aus der Konserve Superdetektiv Trovato alternativ auf die Jagd nach Schwarzarbeitern und Kindesentführern gehen lassen. Die Quote wäre sogar höher.
  2. AW: RTL hat genug: "Rising Star" soll weg Ich hoffe mal, das war nur ironisch gemeint. Ich wäre dann doch lieber für die Wiedereinführung des Testbildes.
  3. Wir haben einmal den letzten Beitrag am Ende einer Samstagshow gesehen. Ich konnte leider nicht den interaktiven Mehrwert für den Zuschauer erkennen. Der Ablauf kam einem Telefon-Voting gleich. Gab es eigentlich Künstler, bei denen die Wand nicht hochgefahren ist? Hinzu kam die Kritik an der Sendung, dass den Künstlern kreative Grenzen aufgezwungen worden sind, das hat es in der Gesamtstimmung auch nicht besser gemacht. Um ehrlich zu sein, ich denke, dass die Leute von solchen Shows mehr erwarten, als einfach nur "Ja" oder "Nein" sagen zu dürfen. Dafür brauche ich keine App. Es gibt Leute, die wollen vielleicht nur zusehen, aber andere wollen mitmachen und zwar richtig. Vom Live-Fernsehen wünscht sich der Zuschauer intensive Unterhaltung und vielleicht endlich mal wieder die Möglichkeit auch aktiv daran teil zu nehmen ohne gleich blossgestellt zu werden. Richtige Game-Shows gibt es bei den Privaten kaum noch und "Wer wird Millionär" geht auch den Bach runter, wenn Günther Jauch sich verabschiedet. Verrotzte Promiversionen von Klassikern will auch keiner mehr sehen, besonders nicht, weil 80% davon Nieten sind, deren Promistatus nur darauf zurück zu führen ist, dass sie in solchen Sendungen auftauchen. Die Pleiten der "spektakulären neuen Shows" der letzten Jahre zeigen auf gravierende Weise, wie weit sich das Privatfernsehen vom Zuschauer entfernt hat. Dass Shows wie Rising Star nun verfrüht abgewickelt werden, ist kein Dienst für den Zuschauer, sondern für die Werbepartner, die man natürlich nicht vergrätzen möchte. Da macht man für ein paar Prozent Quote natürlich alles. Das bremst den Abwärtstrend allerdings nur.
Alle Kommentare 34 im Forum anzeigen

Kommentieren Sie den Artikel im Forum