Sonntagsreise mit Eins Plus an den Amazonas

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Stuttgart – Der Amazonas ist nicht nur Südamerikas „großer Strom“, sondern auch ein Fluss der Superlative: als wasserreichster Fluss der Welt erstreckt er sich über 6 000 Kilometer Länge durch den Regenwald und zählt mehrere tausend Zuflüsse.

Stellenweise erreicht er eine Breite, die es unmöglich macht, das andere Ufer zu sehen. Nach der Eroberung Südamerikas durch die Spanier und Portugiesen ist der Amazonas zum Mythos geworden. Auch heute gibt es an den Ufern des Amazonas noch Vieles zu entdecken. Hier leben Stämme von Ureinwohnern, die kaum Kontakt mit der westlichen Zivilisation haben, zahlreiche Pflanzen- und Tierarten blieben bis heute unentdeckt. Eins Plus lädt die Zuschauer auf eine abenteuerliche Reise zur „grünen Lunge“ unseres Planeten ein: nach Amazonien! In der Reihe „Die großen Flüsse“ geht es am 25. Januar ab 16 Uhr an den Amazonas – eine Reise von den peruanischen Anden bis zur Mündung im brasilianischen Belém.
 
Die Sendungen im Einzelnen:
 
16.00 Uhr
Neblina – Geheimnisse des Nebelwaldes
Film von Antoine de Maximy und Henri Herré

Mitten im Amazonas-Regenwald erheben sich die „Tepuis“, wie sie von den Einheimischen genannt werden. Hochplateaus, mit einer seit Jahrmillionen unberührten Natur, deren Gipfel oft in den Wolken verschwinden. Die im Regenwald lebenden Indianer haben die Tepuis, übersetzt die „Nebelberge“, nie betreten. Für sie bilden diese die natürliche Grenze zwischen Mensch und Gottheit. 1998 machte sich das internationale Forscherteam „Neblina“ auf, um die Nebelberge zu erkunden.
 
Was sie vorfanden, war einzigartig. Tiere, die sich seit Urzeiten nicht verändert haben, Blumen, von denen niemand weiß, wie sie in diese Höhe gekommen sind. Die Experimente der Forscher geben uns Einblicke in eine Welt, die es anderswo schon lange nicht mehr gibt. Die Duftforscherin Honorine entführt die Zuschauer in die wundersame Welt der Düfte. Mit speziellen Apparaturen konserviert sie den Duft der Blumen und Tiere um sie im heimatlichen Laboratorium zu analysieren. Renaud nimmt die Geräusche von Fröschen auf, um sie diesen dann wieder vorzuspielen. Anhand der Reaktionen kann er sehen, was die unterschiedlichen Rufe bedeuten. Und immer wieder ist man überrascht von der Schönheit der Welt in den Wolken.

16.45 Uhr
Plaza Latina – Dschungelsafari im Amazonas
Eine Fluss-Reise im Dreiländereck Peru-Kolumbien-Brasilien
Eine Reportage von Klaus Weidmann
 
2 500 Kilometer von der Quelle und 4 000 Kilometer von der Mündung entfernt, fließt der Amazonas als mächtiger Fluss durch das Dreiländereck Peru-Kolumbien-Brasilien. Hier liegt auch die „Affeninsel“, die ihren Namen von den dort lebenden Totenkopfäffchen erhielt. Ein ARD-Fernsehteam bereist den Amazonas mit dem Schiff und zeigt die Schönheit der drei Länder. Die Reiseroute des Teams führt zu Orten wie Santa Rosa in Peru, Leticia in Kolumbien und Tabatinga in Brasilien.
 
17.15 Uhr
In den Tiefen des Amazonas
Flussdelfine und Piranhas
Ein Film von Florian Graner
 
Der Amazonas ist der größte Strom der Erde – und in vielen Gebieten noch unerforscht. Gemeinsam mit einem Tauchteam der BBC entlockt der deutsche Tierfilmer und Unterwasser-Kameramann Florian Graner dem riesigen Strom einige seiner letzten Geheimnisse. Sie entdecken neue, bislang unbekannte Fischarten, begegnen Riesenottern und Flussdelfinen, tauchen mit gefährlichen Welsen und treffen auf einen Zitteraal, der einen Taucher mit 700-Volt-Stromschlägen lähmen kann. Florian Graner führt durch eine abenteuerliche Amazonas-Expedition voller Gefahren und zauberhafter Momente.

18 Uhr
Abenteuer Amazonien (1)
Eine Reise durch den Regenwald
Ein Film von Stefan Schaaf
 
Der Amazonas – Fluss und Mythos zugleich. Die vierteilige Filmreihe „Abenteuer Amazonien“ folgt dem Amazonas von seiner Quelle in den peruanischen Anden quer durch Brasilien und durch den Regenwald bis zu seiner Mündung in den Atlantischen Ozean. Der Amazonas ist, gemessen an seinem Volumen, der größte Fluss der Welt. Mit 6 800 Kilometer Länge bildet er ein riesiges Wassersystem mitten in Lateinamerika. Das Gebiet rund um den gigantischen Strom wird auch als die „grüne Lunge“ der Welt bezeichnet. Doch die heile Welt des Amazonas gibt es schon seit einiger Zeit nicht mehr. Der Urwald ist bedroht. In den riesigen Naturschutzgebieten mitten im Regenwald haben sich internationale Ölfirmen eingenistet, um den kostbaren Rohstoff zu fördern. Die daraus folgendenUmweltschäden sind verheerend.
 
18.30 Uhr
Abenteuer Amazonien (2)
Eine Reise durch den Regenwald
Ein Film von Stefan Schaaf
 
Stefan Schaaf setzt seine Reise fort und besucht die Achuar-Indianer an der Grenze von Ecuador zu Peru. Auch in ihrem Gebiet werden riesige Ölvorkommen vermutet, aber das Volk setzt auf alternativen Tourismus. In Eigenregie betreiben sie die ökologische Kapawi-Lodge.
 
Weiter geht es mit einem Hospital-Schiff, das in Seitenflüssen des Amazonas abgelegene Dörfer ansteuert. Betrieben wird es von US-amerikanischen Evangelikalen, denen die Missionierung noch wichtiger ist als die medizinische Versorgung. Gegen solche und andere Gesundbeter aus dem Westen wehrt sich Manuel Ahuanari vom Volk der Cocamas. Er und sein Dorf wollen in einem Nationalpark alternativen Tourismus einführen, um eine Geldquelle zu schaffen, die im Einklang mit der Natur steht. Zu viele fremde Einflüsse, meint Manuel, haben die Natur und die Kultur der indigenen Einwohner bereits zerstört. Für ihn heißt es: von Amazonien retten, was noch zu retten ist.
 
19 Uhr
Abenteuer Amazonien (3)
Eine Reise durch den Regenwald
Ein Film von Thomas Aders
 
Im dritten Teil reist das Filmteam quer durch Brasilien, von der peruanischen Grenzstadt Tabatinga bis zur Mündung bei Belém – zu Fuß, im Wasserflugzeug, im Kanu und im Passagierschiff. Noch immer gibt es in dem gigantischen Amazonasbecken Indiostämme, die kaum Kontakt mit der „Zivilisation“ hatten – so auch der Stamm der Matis an der peruanischen Grenze. Im Rio Ariaú, einem Seitenarm des Amazonas, trifft das Team auf Kranke, für die der Fluss ein Stück Lebensfreude bedeutet: Leukämie-kranke Kinder spielen mit Botos, den Fluss-Delphinen. Es ist der einzige Ort auf der Welt, wo es eine Delphintherapie mit freilebenden Tieren gibt. Eine weitere Station auf der Reise ist Manaus, 1.500 Kilometer östlich der peruanischen Grenze. Die Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Amazonas war einmal die reichste Stadt der Welt. Die Kautschukbarone setzten hier ihrer Allmacht ein Denkmal: Das Opernhaus.
 
19.30 Uhr
Abenteuer Amazonien (4)
Eine Reise durch den Regenwald
Ein Film von Thomas Aders
 
Wer vom Karneval in Rio schwärmt, der war noch nie am Amazonas. Auf einer Flussinsel messen sich in der Stadt Parintins Jahr für Jahr zwei ehemals verfeindete Gruppen, die roten Garantidos und die blauen Caprichosos. Sie kreieren atemberaubende Umzugswagen und ziehen Hunderte von Tänzern zu einer farbenprächtigen Choreographie zusammen.
 
Eine andere Geschichte erzählt der Kampf des Befreiungstheologen Padre Boeing. Er kämpft mit wenig Macht, aber viel Herzblut für ein Naturschutzgebiet in der Gegend um Santarém. Doch die Behörden erschweren seine Arbeit seit Jahren. Hier im Norden steht der Staat auf der Seite der Mächtigen: der Großgrundbesitzer, der Sojafarmer und der Holzfäller.
 
In Belém mündet der Amazonas in den Atlantik. Rosilene lebt seit 42 Jahren hier, und nimmt auch in diesem Jahr wieder am Círio de Nazaré teil, dem größten religiösen Ereignis in Brasilien. Am Ende des Festes wird eine übergroße Marienstatue auf den Fluss hinausgezogen, ein Teil des ewigen Mythos Amazonas. [mth]

Bildquelle:

  • Inhalte_Fernsehen_Artikelbild: Destina - Fotolia.com

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