„W wie Wissen“: Rette sich wer kann!

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Bild: Destina - Fotolia.com
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München – Dennis Wilms testet in dieser Sendung die Aufzugsicherheit – wie schnell ist Rettung da, wenn der Fahrstuhl festhängt?

Endlich darf er mal auf den kleinen roten Knopf drücken und Kontakt mit der
Notrufzentrale aufnehmen. Und dann läuft die Uhr – wieviel Zeit braucht der Techniker?
 
Der Aufzug ist ein sicheres Transportmittel – auch wenn alle Seile reißen, verhindert eine Fangvorrichtung einen Absturz. Weltweit sind immerhin ca. zwei Millionen Menschen zu jeder Zeit im Fahrstuhl unterwegs, und es kommt selten zu Unfällen. Allerdings – was passiert, wenn man steckenbleibt? Dennis Wilms spielte das Versuchskaninchen – wie schnell ist Rettung da, wenn der Fahrstuhl festhängt?Endlich durfte er mal auf den roten Alarmknopf drücken, und die Retter auf die Probe stellen.

Zugunglück im Tunnel: Die Bahn kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus: Börsengang, Bonizahlungen und Fahrpreiserhöhung sind eins – aber es geht auch um unsere Sicherheit. Momentan müssen ICE-Achsen überprüft werden, die Bauteile haben Schwachstellen. Aber es gibt noch mehr Probleme: Beim letzten großen Unfall im April 2008 in der Nähe von Fulda haben die Notfallmanager offensichtlich versagt, und das genau an einer Stelle, an der der Bahnreisende besonders gefährdet sind: im Tunnel. Im Landrückentunnel kollidierte ein ICE mit einer Schafherde, der Unfall ging noch glimpflich aus. Wie sicher sind eigentlich die Tunnels? „W wie Wissen“ zeigt: Gerade die alten Tunnels zum Beispiel auf der Strecke Hannover – Würzburg stellen ein erhebliches Risiko dar, es fehlen Rettungsstollen, Funksysteme und Löschwasservorrichtungen. Da gilt im Notfall: Rette sich, wer kann!
 
WiZ – Rettungshunde: Bei Rettung denken wir sofort an Helikoptereinsätze, Räumgeräte oder Notfallfahrten. Aber Technik hilft nicht immer, da muss des Menschen bester Freund her. Die 2 000 Rettungshunde in Deutschland sind durch nichts und niemanden zu ersetzen, denn sie haben erstaunliche Fähigkeiten: 150 Quadratmeter groß ist die Fläche aller Riechzellen in seiner Nase, und damit kann er etwa eine Million mal besser riechen als wir Menschen. In nur einer Nacht kann er eine Fläche von fünf Quadratkilometern effektiv absuchen. Zwei Jahre Training braucht so ein Hund, um optimal helfen zu können – und immerhin drei mal pro Tag rückt irgendwo in Deutschland eine Rettungshundestaffel aus.
 
Handyortung: Uns ist gar nicht immer klar: Sobald man mit einem eingeschalteten Handy unterwegs ist, kann der Standort gefunden werden. Denn das Mobiltelefon nimmt immer wieder Kontakt mit dem nächstliegenden Funkmast auf. Eine Ortung ist normalerweise nur mit Einwilligung möglich – bei Verdacht auf einen Unfall darf aber auch ohne Einwilligung gesucht werden – ein Segen. Denn dann ist entscheidend, wie schnell das Opfer geborgen werden kann, da zählt jede Minute. „W wie Wissen“ stellt einen Mountainbike-Unfall im Gelände nach. Der Fahrer kann zwar noch telefonieren, den Unfallsort aber nur sehr vage bestimmen. Und jetzt wird der Rettungsdienst aktiv.
 
Blaulichtfahrten sind gefährlich: Wenn der Schutzmann ums Eck kommt … kann es gefährlich werden. Allein in Hamburg gab es im vergangenen Jahr 107 Unfälle bei Polizeieinsätzen mit Blaulicht. In drei von vier Fällen waren die Beamten schuld. Und nicht nur bei Polizisten, auch bei Feuerwehr- und anderen
Rettungswagen, kracht es viel zu häufig, manchmal sogar mit tödlichem Ausgang. Denn der Fahrer eines mit Blaulicht rasenden Wagens ist im höchsten Maße gestresst, er hat die Situation nicht mehr voll im Griff. Im bayerischen Nabburg sollten Polizeibeamte jetzt an einem neuen Fahrsimulator lernen, mit derartigen Extremsituationen besser umzugehen. Das Training ist so erfolgsversprechend, dass Verkehrsrechtler inzwischen fordern, es in allen Bundesländern zu Pflicht zu machen.
 
„W wie Wissen“ läuft am 7. Dezember um 17.03 Uhr im Ersten. [mw]

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