ZDF Theaterkanal widmet sich Wilhelm Tell

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Mainz – Der ZDF Theaterkanal widmet sich in der kommenden Woche einer Aufführung von Schillers Drama Wilhelm Tell am Wiener Burgtheater. Esther Schweins eröffnet zudem einen Blick hinter die Kulissen einer Aufführung des Weimarer Ensembles.

Sonntag, 2. August, 22.25 Uhr: „Spektakel um Wilhelm Tell“: Auf dem Schweizer Nationalheiligtum, dem Rütli am Vierwaldstätter See, wurde 2004 zum ersten Mal Theater gespielt: Wilhelm Tell, der von dem deutschen Dichter Friedrich Schiller zur Unsterblichkeit verewigte Nationalheld der Schweiz, kehrte zum ursprünglichen Ort des Geschehens zurück.

200 Jahre nach der Uraufführung in Weimar, inszeniert durch keinen anderen als Goethe höchstpersönlich, wurde das Stück nun wieder von einem Weimarer Ensemble realisiert, aufgeführt aber diesmal auf dem Rütli!
 
Esther Schweins führt hinter die Kulissen der Inszenierung, spricht mit dem Hauptdarsteller Roland Koch, zeigt die Bühnenskulpturen von Günther Uecker und stellt vor allem den Mann vor, dem es gelungen ist, gegen großen Widerstand seine Vision vom Tell auf dem Rütli zu realisieren: Lukas Leuenberger, ein Event-Spezialist, der mit Sonderausstellung und Dampferfahrt dem weitangereisten Publikum gleich ein Gesamtpaket „Schweiz“ schnürt. Alles bloß ein großer Marketing-Gag oder vielleicht doch eine Neuentdeckung des Tell durch den Regisseur Stephan Märki?
 
Freitag, 7. August, 19.40 Uhr: „Wilhelm Tell“: In Claus Peymanns Inszenierung von Schillers Drama um den Schweizer Nationalhelden brillierten 1991 am Wiener Burgtheater Josef Bierbichler in der Titelrolle sowie Gert Voss als sein Gegenspieler Geßler. Die Vögte des habsburgischen Kaisers unterdrücken die Bevölkerung.
 
Die Schweizer sollen dem auf einer Stange aufgestellten Hut des Reichsvogts Geßler die gleiche Ehre erweisen wie diesem selbst. Im Land herrschen Terror, Brandschatzung, Vergewaltigung. Der Einzelgänger Tell hat dem Hut Geßlers die Reverenz verweigert.
 
Unter Todesandrohung soll er nun auf 80 Schritt Entfernung mit der Armbrust einen Apfel vom Kopf seines Sohnes schießen. Tell trifft den Apfel, gibt jedoch Geßler zu verstehen, der zweite Pfeil sei für ihn bestimmt gewesen, hätte er seinen Sohn getroffen. Teil wird gefesselt auf ein Schiff gebracht, kann sich befreien und Wartet in der hohlen Gasse bei Küßnacht auf den Vogt.
 
Er erschießt Geßler. Tells Tat löst einen vorzeitigen Aufstand aus, die Zwingburgen und Schlösser der Tyrannen werden gestürmt und niedergerissen. Die frei gewordenen Schweizer feiern Tell als ihren Erretter. Ein etwas verstörter Volksheld bleibt unter den Hochrufen seiner Landsleute allein zurück. [ar]

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