Berlinale 2022: Diese Filme gehen an den Start

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berlinale; 3sat
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Die Berlinale soll 2022 trotz gestiegener Infektionszahlen stattfinden. Jetzt wurde das Programm veröffentlicht – und viele Filme haben nach Meinung des Festivalchefs etwas gemeinsam.

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Rund drei Wochen vor Festivalbeginn stehen die Wettbewerbsfilme der Berlinale fest. Ins Rennen um den Goldenen Bären geht der neue Film des Regisseurs Andreas Dresen („Gundermann“). „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“ erzählt, wie die Mutter des Guantanamo-Häftlings Murat Kurnaz um dessen Freilassung kämpft. Insgesamt 18 Titel laufen im diesjährigen Wettbewerb, wie der künstlerische Leiter Carlo Chatrian am Mittwoch bekanntgab.

Dazu gehören auch der neue Film der deutschen Regisseurin Nicolette Krebitz – in „AEIOU – Das schnelle Alphabet der Liebe“ spielt Sophie Rois die Hauptrolle – und die neue Produktion des Österreichers Ulrich Seidl („Im Keller“), der mit „Rimini“ das italienische Urlaubsgebiet im Winter zeigen soll.

„Menschliche und emotionale Bindungen“

Im Wettbewerb laufen zudem die US-Produktion „Call Jane“ von Phyllis Nagy mit Elizabeth Banks und Sigourney Weaver, Claire Denis‘ neuer Film mit Juliette Binoche sowie der neue Film von Mikhaël Hers mit Schauspielerin Charlotte Gainsbourg. Bereits bekannt war, dass auch der Eröffnungsfilm der Berlinale 2022 „Peter von Kant“ des französischen Regisseurs François Ozon um die Auszeichnungen konkurrieren wird.

„Menschliche und emotionale Bindungen ziehen sich wie ein roter Faden durch die Filme“, teilte Chatrian in Berlin mit. Fast allen Filmen gemeinsam sei, dass ihre Schauplätze außerhalb des Stadtzentrums lägen, in der Peripherie oder auf dem Land, oder sie folgten den Figuren auf ihren Reisen außerhalb der Städte. Bei sieben Beiträgen hätten Frauen Regie geführt. Zudem seien elf Filmschaffende schon einmal bei der Berlinale dabei gewesen, acht davon im Wettbewerb. Auf der diesjährigen Liste stehen beispielsweise Ursula Meier, Rithy Panh, Denis Côté und der Südkoreaner Hong Sangsoo.

Berlinale 2022 trotz Corona mit Publikum

Die Filmfestspiele in Berlin sollen trotz gestiegener Infektionszahlen mit dem Coronavirus mit Publikum stattfinden. Die nächste Ausgabe ist vom 10. bis 20. Februar geplant. Dabei sollen in den Kinos bestimmte Regeln gelten: Zutritt sollen nur Menschen haben, die gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Infektion genesen sind. Zusätzlich werden ein Test und eine Maske benötigt. Außerdem soll nur etwa die Hälfte der Plätze besetzt werden.

Die Wettbewerbsfilme in der Übersicht

  • „A E I O U“ – Das schnelle Alphabet der Liebe (Deutschland/Frankreich) von Nicolette Krebitz mit Sophie Rois
  • „Alcarràs“ (Spanien/Italien) von Carla Simón mit Jordi Pujol Dolcet
  • „Avec amour et acharnement“ (Both Sides of the Blade) (Frankreich) von Claire Denis mit Juliette Binoche
  • „Rimini“ (Österreich/Frankreich/Deutschland) von Ulrich Seidl mit Michael Thomas
  • „Call Jane“ (USA) von Phyllis Nagy mit Elizabeth Banks und Sigourney Weaver
  • „Drii Winter (A Piece of Sky)“ (Schweiz/Deutschland) von Michael Koch mit Michèle Brand
  • „Everything Will Be Ok“ (Frankreich/Kambodscha) von Rithy Panh (dokumentarische Form)
  • „La ligne (The Line)“ (Schweiz/Frankreich/Belgien) von Ursula Meier mit Stéphanie Blanchoud
  • „Leonora addio“ (Italien) von Paolo Taviani mit Fabrizio Ferracane
  • „Les passagers de la nuit (The Passengers of the Night)“ (Frankreich) von Mikhaël Hers mit Charlotte Gainsbourg
  • „Nana (Before, Now & Then)“ (Indonesien) von Kamila Andin mit Happy Salma
  • „Peter von Kant“ (Frankreich) von François Ozon mit Denis Ménochet und Isabelle Adjani
  • „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“ (Deutschland/Frankreich) von Andreas Dresen mit Meltem Kaptan und Alexander Scheer
  • „Robe of Gems“ (Mexiko/Argentinien/USA) von Natalia López Gallardo mit Nailea Norvind
  • „So-seol-ga-ui Yeong-hwa (The Novelist’s Film)“ (Südkorea)von Hong Sangsoo mit Lee Hyeyoung
  • „Un año, una noche (One Year, One Night)“ (Spanien/Frankreich) von Isaki Lacuesta mit Nahuel Pérez Biscayart
  • „Un été comme ça (That Kind of Summer)“ (Kanada) von Denis Côté mit Larissa Corriveau
  • „Yin Ru Chen Yan (Return to Dust)“ (Volksrepublik China) von Li Ruijun mit Wu Renlin, Hai Qing

Bildquelle:

  • DF_3sat_berlinale: 3sat
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