Sind Altersnachweise auf Porno-Webseiten die Lösung?

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Boris Johnson meint ja – denn die britische Regierung will eine Altersverifikation für den Zugang zu Porno-Webseiten in Großbritannien zur Pflicht machen.

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Die britische Medienaufsichtsbehörde soll sich um die Einhaltung der Altersverifikation auf Porno-Webseiten kümmern.

Das teilte das für Medien zuständige Ministerium am Dienstag mit. Sollten Betreiber die geplanten Vorgaben nicht umsetzen, drohen Geldstrafen in Höhe von bis zu zehn Prozent ihres weltweiten Umsatzes. Auch eine Sperrung der Seiten oder sogar strafrechtliche Konsequenzen für die Verantwortlichen sind denkbar.

„Es ist zu leicht für Kinder, online Zugang zu Pornografie zu bekommen. Eltern verdienen es, davon ausgehen zu können, dass ihre Kinder davor geschützt sind, Dinge zu sehen, die kein Kind sehen sollte“, sagte Digital-Staatssekretär Chris Philp der Mitteilung zufolge.

Wie genau die Altersverifikation durchgeführt wird, soll in der geplanten Gesetzgebung offen gelassen werden. Denkbar sei eine Abfrage von Daten aus Mobilfunkverträgen, Kreditkarten oder Reisepässen, hieß es in der Mitteilung weiter. Überwacht werden soll die Einhaltung durch die Medienaufsicht Ofcom. Daten, die nicht zur Bestimmung des Alters notwendig seien, sollten jedoch nicht verarbeitet oder gespeichert werden.

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17 Kommentare im Forum

  1. Einfache Längenüberprüfung per App. Solche Sperren können immer übergangen werden. Da braucht man nicht extrem viel technisches Verständnis dafür.
  2. Zur Ablenkung von eigener politischer Unfähigkeit, scheint Altersverifikation auf Pornoseiten derzeit ein Gassenhauser, ob Deutschland oder UK.
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