200 Teilnehmer kamen zum Kongress TV Komm

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Karlsruhe -Über die aktuellen Chancen und Risiken der Bewegtbild-Kommunikation informierte der Medienkongress TV Komm. vom 12. bis 13. November 2008 im Kongresszentrum Karlsruhe.

Rund 200 Teilnehmer aus Wirtschaft und Medien nahmen nach Angaben der Veranstalter an den Workshops teil. Themen des Medienkongresses waren die Einsatzmöglichkeiten und Verbreitungsoptionen bewegter Bilder, die Veränderungen des Medienkonsums, schlüssige Geschäftsmodelle und Informationen zur Lizenzierung und Regulierung.
 
Im Mittelpunkt der Workshops und der Podiumsdiskussionen standen die praktischen Erfahrungen mit Web-TV und die aktuellen Umsetzungen von Projekten im digitalen Sparten-, Verlags- und Business-TV.
 
„Wir freuen uns sehr darüber, dass wir gemeinsam mit unserem Kooperationspartner, der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg, ein sehr spannendes und informatives Kongressprogramm mit starkem Bezug zur Praxis auf die Beine stellen konnten. An diesen beiden Tagen wurden viele Fragestellungen diskutiert, Anregungen für Lösungsansätze gefunden und starkes Networking betrieben“ erklärte Klaus Hoffmann, Geschäftsführer der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH.
 
In den 16 Workshops und den beiden Podiumsdiskussionen vermittelten Kommunikationsexperten aus Medien, Wirtschaft und Forschung (u. a. von Axel Springer Digital TV, fischer Appelt tv media, Kabel BW, NDS, RTL interactive, SAP, SPiegel TV und Stuttgart Media University) ihr Know-how aus der Praxis und diskutierten über die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen der Bewegtbild-Kommunikation sowie der Mediennutzung. Unter den Teilnehmern waren Vertreter aus Unternehmen wie Henkel AG und Verlagen wie Deutscher Fachverlag, Deutsches SportFernsehen und Südwestpresse.
 
Die wachsenden Bandbreiten im Web eröffnen ganz neue Wege, um bewegte Bilder zu verbreiten. Gerade große Senderfamilien beziehen in ihrer Wertschöpfungs- und Vermarktungskette konsequent das Internet mit ein. Catch-up-Services ermöglichen den Zuschauern, verpasste Sendungen auf der Homepage des Programmanbieters nachzuholen. Video on Demand (VoD) wird zur virtuellen Videothek, in der man zu jeder Zeit Filme oder Sendungen herunterladen kann. Gerade das Angebot an Spartenprogrammen ist deutlich angestiegen.
 
Die Ausrichtung der Programme auf bestimmte Themen und Zielgruppen spricht nicht nur die Nutzer stärker an, sondern bewirkt auch eine höhere Akzeptanz und eine positivere Bewertung der geschalteten Werbespots. Als Dreh- und Angelpunkt für die Verbreitung von Inhalten wurde immer wieder die Qualität der Inhalte angesprochen. Gute Programme lassen sich auch gut verbreiten.
 
Setzen Verlage in ihrer Kommunikation schon stark auf bewegte Bilder, so besteht bei Unternehmen immer noch ein starker Nachholbedarf. Dies ist den Unternehmen durchaus bewusst, so dass in der nächsten Zeit zu erwarten ist, dass sie diesen aufholen.
 
Deutschland befindet sich immer noch in der Umbruchphase von analogem zu digitalem Fernsehen. Hat sich das Satelliten-Fernsehen schon zu 2/3 digitalisiert, erreicht Kabelfernsehen erst einen Digitalisierungsgrad von 20 %. Hier besteht noch in den kommenden Jahren starker Handlungsbedarf, denn gerade durch den Rückkanal wird VoD für das Kabelfernsehen erst richtig interessant.
 
Nichtlineares Fernsehen wird das lineare Fernsehen nicht verdrängen. Beide Nutzungsformen – on demand und lean back – werden auch in Zukunft weiter neben einander existieren. Zwar nutzen gerade Jugendliche und junge Nutzer verstärkt die Möglichkeit, sich gezielt Sendungen und Beiträge aus dem Netz herunterzuladen, aber der Anteil an Zuschauern, die sich am Fernsehprogramm orientieren, ist immer noch sehr groß.
 
Parallel zum Medienkongress TV Komm. fanden die digital creation days – das Networking-Event der Digital-Creation-Branche –, zu denen 1 200 kreative Köpfe kamen. [mg]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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