Andy Borg: ARD ist Schuld am Aus der „Stadlshow“

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Nach der Einstellung des „Musikantenstadl“-Nachfolgers „Stadlshow“ poltert nun der ehemalige Moderator heftig gegen die ARD und wirft ihr vor, das Ende durch die Verjüngungskur verursacht zu haben.

Nachdem die Verantwortlichen am Dienstag die Absetzung des „Stadl“ bekannt gegeben haben, meldet sich nun der ehemalige Moderator des „Musikantenstadl“ Andy Borg zu Wort und poltert heftig gegen die ARD. Die von ORF, ARD und SRF anvisierte Verjüngungskur des „Musikantenstadl“ sei der Anfang vom Ende gewesen und hätte die Absetzung der Volksmusiksendung verursacht.

Weil die seit 1981 im Fernsehen laufende Musiksendung immer weniger Zuschauer vor die Bildschirme lockten, wollten die Verantwortlichen die Sendungen mit neuem Konzept und neuen Namen aufpeppen. Moderator Andy Borg wurde durch das jüngere Moderatorenduo Francine Jordi (38) und Alexander Mazza (42) ersetzt, die mit zwei Ausgaben der „Stadlsshow“ der Volksmusiksendung das Ende bereiteten, weil sich der verjüngte „Stadl“ noch weniger Zuschauer ansehen wollten als zuvor.
 
Gegenüber der „Bild“ poltert Borg nun heftig gegen die Verantwortlichen. Die Schuld, dass der „Stadl“ nun vom Bildschirm verschwindet, sieht er dabei nicht bei seinen Nachfolgern, sondern in erster Linie bei den Verantwortlichen: „Ganz klar diejenigen, die die Entscheidung getroffen haben, den Stadl zu verjüngen. Denn das war eine Entscheidung gegen die Zuschauer.“
 
Der „Bild“ gegenüber verwies der ehemalige „Stadl“-Moderator darauf, dass schon sein Vorgänger, der 2015 verstorbene Karl Moik, mit der ARD unzufrieden gewesen sei: „Karl Moik sollte recht behalten, als er noch kurz vor seinem Tod sagte: ‚Was den Zuschauer interessiert, ist denen da oben so egal, wie einem das egal sein kann – völlig egal.'“ Am Ende – so ist Borg überzeugt – hätte die ARD zu ihrer Entscheidung, dem „Stadl“ einen Neuanstrich zu verpassen, die Quittung bekommen – durch die Zuschauerreaktion, denn das Publikum „lässt sich nichts vorschreiben. Das haben die schlechten Quoten gezeigt.“
 
Von der Einstellung der „Stadlshow“ und somit dem endgültigen Aus des „Musikantenstadl“ ist der TV-Entertainer tief getroffen. „Es bricht mir, und ich glaube auch Millionen von Musikantenstadl-Fans, das Herz, auf die Trümmer eines 34 Jahre jungen Fernsehklassikers blicken zu müssen“, sagte Borg der „Bild“. „Verlierer sind neben meinen Gesangskollegen, denen diese TV-Plattform verloren geht, vor allem die Fernsehzuschauer.“
 
Der „Stadlshow“ hatte Borg schon vor ihrem Start ein kurzes Leben vorausgesagt, damals war er noch davon ausgegangen, dass es die Show in spätestens zehn Jahren nicht mehr gegeben würde. Nun hat die Show ihre Verjüngungskur nicht einmal ein ganzes Jahr überlebt. [kw]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

21 Kommentare im Forum

  1. Erinnert mich irgendwie nach Vorgangangsweise beim ZDF "Wetten Dass..." nachdem T.Gottschalk sich zurück gezogen hatte.
  2. Recht hat der A. Borg. Das war alles so gewollt. Man hat in dieser Hinsicht keine Rücksicht auf die "Alten" genommen. Die Sendung lief doch nur ca. 5x im Jahr. Man hätte auch den Sendeplatz, weil die Quoten nicht so rosig sind, vieleicht auf einen Wochentag legen können. Ich glaube, das hätte auch funktioniert. Nun haben die "Alten" noch weniger.
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