Angriff auf Telekom: Vodafone will weiter investieren

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Nachdem Vodafone mit der Übernahme von Kabel Deutschland bereits kräftig in den Ausbau seines Festnetz-Geschäftes investiert hat, sollen in den kommenden Jahren auch Milliarden ins deutsche Mobilfunknetz fließen. Nach mageren Jahren wollen die Briten so wieder zur Deutschen Telekom aufschließen.

Vodafone will auch nach der Übernahme von Kabel Deutschland weiter in den Ausbau seiner Infrastruktur in Deutschland investieren. Nach den bislang rund 7,5 Milliarden Euro, die in den Kauf des größten deutschen Kabelnetzes geflossen sind, sollen nun bis 2016 weitere 8,3 Milliarden Euro in den Ausbau der Mobilfunknetze gesteckt werden. Dies kündigte Deutschland-Geschäftsführer Jens Schulte-Bockum in dieser Woche an nachdem der Konzern zuvor einen deutlichen Umsatzeinbruch auf dem Mobilfunkmarkt hatte verbuchen müssen.

Das Ziel von Vodafone ist es, bis Ende 2016 rund 93 Prozent der deutschen Bevölkerung mit seinen LTE-Netzen zu erreichen. 152 Bahnhöfe, 133 Einkaufszentren, 39 Stadien, 31 Messegelände, 17 Flughäfen und 17 U-Bahnen sollen dabei etwa noch mit schnellem Funkinternet aufgerüstet werden. Auch entlang von Autobahnen soll die Netzabdeckung maßgeblich verbessert werden.
 
Im zweiten Quartal 2013 waren die Umsätze von Vodafone in der deutschen Mobilfunksparte um 6,3 Prozent auf 1,63 Milliarden Euro zurückgegangen. Auch bei den Mobilfunkkunden befindet sich das britische Unternehmen nicht mehr auf Augenhöhe mit der Deutschen Telekom. Während die Bonner zuletzt rund 38 Millionen Kunden hatten, waren es bei Vodafone nur noch 32 Millionen. Doch auch im Festnetzsektor gingen die Umsätze zuletzt um 5,6 Prozent zurück.
 
Mit seinem Investitionsprogramm will der britische Telekommunikationsanbieter, der einstmals Marktführer im Mobilfunkbereich war, wieder zum Angriff auf die davongeeilte Deutsche Telekom blasen. Große Hoffnungen dürften nach der Übernahme von Kabel Deutschland nun jedoch auch im Festnetzbereich liegen. Besonders bei den Kundenzahlen für Breitbandinternet konnte der Kabelnetzbetreiber in den vergangenen Jahren deutliche Zuwächse erzielen.
 
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