Apple und Amazon lassen Federn – und kassieren weiter ab

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Shopping; © tevalux11 - stock.adobe.com
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Die Tech-Giganten Apple und Amazon müssen beide etwas kleinere Brötchen backen. Einerseits ist die Chip-Krise der Grund – auf der anderen Seite ist der Online-Shopping-Boom nach den Lockdown-Monaten wieder abgeflaut.

Apple ist im vergangenen Quartal von der globalen Chip-Knappheit eingeholt worden. Trotz deutlicher Zuwächse verfehlte der iPhone-Konzern noch optimistischere Prognosen von Analysten. Die Engpässe in der Lieferkette und Corona-Ausfälle in der Produktion hätten das Geschäft um rund sechs Milliarden Dollar gedrückt, sagte Konzernchef Tim Cook dem Sender CNBC. Die Aktie sank im nachbörslichen Handel am Donnerstag zeitweise um vier Prozent.

Apple steigerte den Quartalsumsatz im Jahresvergleich trotz des Gegenwinds immer noch um 29 Prozent auf rund 83,4 Milliarden Dollar (71,4 Mrd Euro). Analysten hatten mit rund 1,5 Milliarden mehr gerechnet. Beim iPhone-Umsatz gab es zwar einen Sprung um 47 Prozent auf 38,9 Milliarden Dollar. Doch am Markt war ein noch deutlich besserer Wert von 41,6 Milliarden Dollar erwartet worden.

Zugleich konnte Apple in allen Produktsparten zulegen. Der Konzerngewinn im Ende September abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal stieg um 62 Prozent auf 20,5 Milliarden Dollar.

Amazon: Shopping-Boom abgeflaut

Der weltgrößte Online-Händler Amazon hat im dritten Quartal deutlich weniger verdient und vor weiteren hohen Kosten gewarnt. In den drei Monaten bis Ende September sank der Gewinn gegenüber dem vom Internet-Shopping-Boom in der Corona-Krise beflügelten Vorjahreswert um fast 50 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar (2,7 Mrd Euro), wie Amazon am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Aktie fiel nachbörslich zunächst um über fünf Prozent. 

Die Erlöse stiegen um 15 Prozent auf 110,8 Milliarden Dollar, damit fiel das Wachstum jedoch deutlich schwächer aus als in den Vorquartalen. Amazon hatte Anleger zwar schon auf schwächere Ergebnisse eingestellt, dennoch enttäuschte der Geschäftsbericht. Vorstandschef Andy Jassy warnte aufgrund von höheren Löhnen, weltweiten Problemen in der Lieferkette und gestiegenen Frachtkosten zudem vor «Milliarden» Zusatzausgaben im Schlussquartal.

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1 Kommentare im Forum

  1. Ich fange gleich an zu weinen. Das ganze System mit immer höher, weiter und schneller ist doch vollkommen verrückt: Da werden Milliarden Gewinne gemacht und die Aktionskurse fallen. Dass die Menschheit vor Gier überhaupt noch laufen kann, ist wirklich ein Wunder. Aber wie schon an anderer Stelle geschrieben: Die Natur wird es schon richten (notfalls nehmen die Menschen eben den Weg der Dinosaurier und haben es auch nicht besser verdient).
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