ARD bangt nicht um Hörfunkrechte für Bundesliga

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Ab kommender Saison könnten die Hörfunkrechte für die Partien der 1. und 2. Bundesliga nicht an die ARD gehen. Die Rundfunkanstalt fühlt sich für den kommenden Wettbewerb aber gut gerüstet und baut darauf, dass die DFL weiß, was sie an der Bundesliga-Schaltkonferenz im Radio hat.

Im kommenden Jahr will die Deutsche Fußball-Liga (DFL) erstmals die Hörfunk-Verwertungsrechte für die Spiele der 1. und 2. Bundesliga per Ausschreibung vergeben. Der große Verlierer dieses Vorgehens könnte dabei die ARD sein, deren Berichterstattung bisher über einen Kooperationsvertrag geregelt wurde, der der DFL pro Saison etwa sieben Millionen Euro eingebracht hat. Bei der ARD zeigt man sich allerdings alles andere als beunruhigt angesichts des ausgerufenen Wettbewerbs. Man sehe sich mit der „Bundesliga-Schalte“ gut gerüstet, so WDR-Hörfunkdirektor und Vorsitzender der ARD-Hörfunk-Kommission Wolfgang Schmitz am Freitag.

„Ich glaube nicht, dass die Bundesliga-Schaltkonferenz in Gefahr ist. Die DFL weiß, was sie an der Berichterstattung im Radio hat“, so Schmitz weiter. Bei der ARD ist man demnach zuversichtlich, dass die Hörfunk-Rechte für die Spielzeiten 2013/2014 bis 2016/2017 wieder in den Händen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten liegen werden.
 
Die DFL begründete ihr Entscheidung für eine öffentliche Ausschreibung in der vergangenen Woche damit, dass es ernsthaftes Interesse von Alternativanbietern gebe und dass man auf diese Weise allen die gleichen Chancen einräumen will. Mit der Arbeit der ARD sei man nicht unzufrieden. „Der Preis steht nicht im Vordergrund, es geht nicht primär ums Geld. Es geht um eine neue Struktur und Ordnung“, so DFL-Direktor Jan Lehmann.
 
Für Schmitz ein Bekenntnis zur „Bundesliga-Schalte“: „Diese Äußerung beziehe ich darauf, dass wir seit vielen Jahren sehr gut zusammen arbeiten – auch zur Zufriedenheit des Publikums“. Mehr Geld wird es von der ARD für die Rechte aber vermutlich nicht geben. Zumindest geht Schmidt nicht davon aus, dass die Kosten für die Übertragungen steigen.
 
Ob die ARD am Ende doch den Zuschlag bekommen wird, wird sich wohl Ende März 2013 zeigen. Bis dahin will die DFL eine Entscheidung getroffen haben.  Voraussichtlich im Januar sollen sich alle Interessenten für das Ausschreibungsverfahren registrieren können. [fm]

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6 Kommentare im Forum

  1. AW: ARD bangt nicht um Hörfunkrechte für Bundesliga Ich denke auch, dass die ARD nicht um die Rechte bangen muss. Schließlich hat man Kohle ohne Ende um jeden anderen Bieter locker auszustechen. Und das Beste daran, die ARD muss nichts tun damit die Kohle fließt...
  2. AW: ARD bangt nicht um Hörfunkrechte für Bundesliga Laßt mal das GEZ Bashing stecken! Wer sind denn die "Alternativanbieter". Wer könnte denn flächendeckend über UKW das bundesweit anbieten ohne seine bisherigen Zuhörer zu vergraulen? Die ÖR machen da ja einen echt guten Job, den ich nicht missen möchte.
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