ARD: Gehälter von Sportexperten sollen künftig überwacht werden

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Über die stattlichen Honorare von ARD-Sportexperten wurde viel diskutiert. Nun hat die ARD reagiert und bringt einige Änderungen bei der Honorar-Vergabe auf den Weg. An der Offenlegung will sie aber weiterhin nicht rütteln.

Rundfunk- und Verwaltungsräte sollen künftig die Gehälter der ARD-Sportexperten kontrollieren. Das sagte ARD-Vorsitzende Karola Wille der Tageszeitung „Taz“. „Wir haben beschlossen, dass die Verträge der Sportexperten nicht mehr mit der AS&S geschlossen werden, sondern direkt mit der jeweils zuständigen Landesrundfunkanstalt, sodass deren Rundfunk- oder Verwaltungsräte informiert werden müssen und gegebenenfalls mitentscheiden“, so die MDR-Indentantin und derzeitige ARD-Chefin in der Freitagsausgabe der Zeitung.

Zuvor war in Medienberichten über mutmaßliche Honorare von Mehmet Scholl und Oliver Kahn während der Europameisterschaft berichtet worden. Das führte zu einer breiten Debatte. Diskutiert wurde vor allem, ob derartige Honorare des öffentlich-rechtlichen Rundfunks verschwiegen werden dürfen. In Zukunft sollen die Honorare zwar kontrolliert werden, offenlegen will Wille sie aber trotzdem nicht.
 
Die ARD hat inzwischen den Verfassungsrechtler Paul Kirchof eingeschaltet. Er soll evaluieren, wie viel Offenheit rechtlich nötig sei. Wille erklärte der „Taz“: „Er untersucht zum Beispiel, ob wir tatsächlich aus verfassungsrechtlichen Gründen alle Verträge offenlegen müssen, auch die von Sportexperten.“[km]

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