Britischer Finanzinvestor zielt auf Netcologne und M-Net

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Düsseldorf – Der Finanzinvestor Apax will in Deutschland ein flächendeckendes Telekommunikationsnetz aufbauen um es als Ganzes wieder zu verkaufen.

Die Branche sei noch stark fragmentiert in Mobilfunker, Festnetzanbieter und Wiederverkäufer wie AOL, was eine große Bandbreite von Deals und Varianten biete, sagt Torsten Krumm, Telekomexperte bei Apax im Gespräch mit dem Handelsblatt am Dienstag.

Apax übernahm bereits im vergangenen Jahr für knapp 600 Millionen Euro die deutsche Tochter des niederländischen Netzbetreibers Versatel. Daraufhin verschmolzen die Investoren sie mit Mehrheit an Tropolys, einem Verbund von Stadtnetzen, wodurch Versatel inzwischen 20 Prozent der deutschen Haushalte versorge, so das Blatt weiter.
 
Apax wolle aber durch weitere Zukäufe wachsen – und Netcologne und M-Net stünden ganz oben auf der Wunschliste, habe Krumm angekündigt. Die Städte als Eigner müssten sich nur zum Verkauf entschließen, die denken derzeit aber noch nicht an einen Verkauf. Bis Juni nächsten Jahres wolle Apax die Reichweite auf 30 Prozent ausdehnen und dafür das eigene Netz ausbauen.
 
Apax schiele sogar auf Branchengrößen wie den Festnetzbetreiber Arcor, den Mobilfunker E-Plus und selbst die Deutsche Telekom. Diese sei für eine Übernahme zwar noch zu groß, aber interessant, weil sie ein großes Optimierungspotential biete. Apax verwalte insgesamt ein Fondsvermögen von 20 Milliarden Dollar. [sch]

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