Brüssel pro Werbung im Fernsehen

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Düsseldorf – EU-Medienkommissarin Viviane Reding verteidigt die von ihr geplante Lockerung von Product Placement im Fernsehen.

Frei ausgestrahltes Fernsehen gebe es nicht ohne Werbung, sagte Reding der „Financial Times Deutschland“. Dafür seien Regeln nötig, die „einfach und nicht belastend“ seien.

Die Behörde wird voraussichtlich Plänen von Kommissarin Viviane Reding grünes Licht geben, wonach unter anderem Produktplatzierung in europäischen Fernsehprogrammen grundsätzlich erlaubt sein soll.
Danach soll in den EU-Staaten künftig in fiktionalen Sendungen außerhalb von Werbeblöcken für Produkte geworben werden können. Auf die Werbung soll im Nachspann hingewiesen werden. Damit kommt Reding der Werbeindustrie und den Privatsendern entgegen.Bei Nachrichten, politischen Magazinen und Kindersendungen bleibt Produktplatzierung nach dem Willen Redings aber verboten.
 
In Deutschland ist Product Placement im Fernsehen als illegale Schleichwerbung verboten.
 
Ziel der Novelle seien laut Reding mehr Wachstum und die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Zudem herrsche heute bei Produktplatzierungen im Fernsehen „Anarchie“. Deshalb wolle sie klare und einheitliche Regeln.
 
Der Entwurf muss noch vom Europäischen Parlament und dem Europäischen Rat der Staats- und Regierungschefs genehmigt werden. Das Verfahren kann bis zu zwei Jahre dauern.
 [mg]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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