Bürger sollen Online-Übersicht über ihre Behörden-Daten bekommen

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Die Menschen in Deutschland sollen nach Plänen von Digital-Staatsministerin Dorothee Bär (CSU) künftig online verfolgen können, welche Behörden persönliche Daten von ihnen verarbeiten.

Am Mittwoch soll das Kabinett das Vorhaben verabschieden. Wann es an den Start gehen könnte, ist allerdings noch unklar. Auf dem geplanten Online-Portal sollten die häufigsten Fragen übersichtlich beantwortet werden, sagte Bär am Dienstag in Berlin: „Welche Stelle hat die Daten über mich gespeichert? Welche Daten sind über mich gespeichert? Wann und von wem und zu welchem Zweck wurde auf meine personenbezogenen Daten zugegriffen?“
 
Bürgerinnen und Bürger sollten aber auch entscheiden können, ob sie dem Datenaustausch zwischen Behörden überhaupt zustimmen. Wer das tut, müsste dann beim Kontakt mit einer anderen Behörde nicht wieder sämtliche persönliche Details neu nennen.

„Die überwiegende Mehrheit möchte Verwaltungsdienstleistungen digital in Anspruch nehmen ohne die notwendigen Daten immer wieder neu zur Verfügung stellen zu müssen“, sagte Bär. Die Regierung sei sich der Skepsis vieler allerdings bewusst. „Die große Mehrheit ist auch nicht begeistert, wenn es um einen Datenaustausch zwischen den Behörden geht.“
 
Das Portal – die Regierung nennt es „Datenschutz-Cockpit“ – soll ähnlich aufgebaut sein, wie eine Seite für das Online-Banking. Ein Bereich würde eine Übersicht liefern über verwendete Daten, in einem anderen Bereich könnten Nutzer Behördengänge online erledigen. [dpa/bey]

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13 Kommentare im Forum

  1. Zusammenschaltung von allen Daten? Big Brother is watching you. Das Problem ist für mich nicht, wenn einzelne Behörden oder Unternehmen Daten von mir haben. Problematisch wird es erst, wenn die Daten zusammengeführt werden, weil das ein sehr breites Bild gibt. "Die überwiegende Mehrheit möchte Verwaltungsdienstleistungen digital in Anspruch nehmen ohne die notwendigen Daten immer wieder neu zur Verfügung stellen zu müssen", sagte Bär. Das gilt sicher nicht für mich. Daten sollen nur für den jeweils ausgewiesenen Zweck verwendet werden und danach gelöscht werden.
  2. [USER=20779]@Fragensteller[/USER] Du weißt aber sicher schon das Deine persönlichen Daten heute bereits an vielen Stellen, und nicht nur bei Behörden, gespeichert sind und da wird nichts gelöscht und dagegen kannste nichts machen.
  3. Ist doch alles Firlefanz. Viel wichtiger wäre, dass z.B. Aukunfteien verpflichtend die Personen informieren müssten, über die sie Daten sammeln und deren Daten sie in Form von z.B. Ratings an andere weitergeben. Die Schufa kennt man ja und da gibt man bei der Kontoeröffnung zwangsweise sein Einverständnis, dass die Daten über einen sammeln und auswerten. Auf Verdacht (und weil meine Schufa-Daten krasse Fehler enthielten) habe ich mal weitere Auskunfteien angeschrieben und um eine Selbstauskunft gebeten. Es ist wirklich der Hammer, wie viele mir eine detaillierte (und oft fehlerhafte) Auskunft mit Bonitätsbewertung haben zukommen lassen. Firmen, von denen ich vor der Google-Suche nach Auskunfteien noch nie etwas gehört hatte.
  4. Ja, aber jeder hat andere Informationen. Auch viele Unternehmen haben Informationen. Aber niemand hat "alle" Daten und kann sie zusammenführen. Schwarze Schafe gibt es immer, aber dass sich niemand an die Regeln zum Datenschutz hält ist auch Blödsinn.
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