Bundesliga-Streit: Einigung in Sicht

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Bonn – Die Deutsche Telekom zeigt sich kompromissbereit: Offenbar will der Konzern die Fußball-Bundesliga nicht mehr über Kabel oder Satellit übertragen, wenn er im Gegenzug die Mobilfunk- und Namensrechte an der Bundesliga mit einem deutlichen Preisnachlass bekommt.

Nach Informationen der Financial Times Deutschlandsind die Mobilfunkrechte, die eine Übertragung der Spiele auf das Handy umfassen, 5 bis 10 Mio. Euro wert, die Namensrechte je nach Ausgestaltung bei 30 bis 45 Mio. Euro.

Die Telekom und Deutsche Fußball Liga (DFL) verhandeln noch über den Preis und weitere Details. Die Liga habe der Telekom ursprünglich bis Freitag Zeit gegeben, um auf einen Kompromissvorschlag einzugehen, berichtet die FTD unter Berufung auf Insider. Anderenfalls drohe der Bundesliga-Vermarkter mit juristischen Schritten.
 
Die Telekom hatte die Übertragungsrechte für die Bundesliga für rund 45 Mio. Euro gekauft und wollte nicht nur über ihr VDSL-Netz verbreiten, sondern das IP-Signal auch per Kabel und Satellit auf den TV-Schirm übertragen. Damit greift die Telekom Exklusivrechte der Kabelfirma Arena an, die 220 Mio. Euro für die TV-Rechte gezahlt hatte. Die Tochter des Netzbetreibers Unity Media und die DFL hatten der Telekom daher mit Klage gedroht.

Eine Einigung von DFL und Telekom setzt den Abo-Sender Premiere stark unter Druck, denn dann könnte Premiere dem Großteil seiner Kunden keine Bundesligaspiele mehr zeigen. Der Sender hatte die Live-TV-Rechte im Dezember verloren und seither auf die Telekom gehofft, mit der vor zwei Wochen eine der Pay-TV-Sender die Spiele über VDSL übertragen wird. Das Angebot aber wäre zum Saisonstart am 11. August nur für wenige Premiere-Kunden verfügbar. Bei einer Verbreitung per Kabel und Satellit dagegen hätte Premiere alle seine Kunden weiter bedienen können. [sch]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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