Corona-Krise treibt Digitalisierung in vielen Bereichen voran

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Die Auswirkungen der Corona-Krise haben gezeigt, dass bestimmte Prozesse und Abläufe problemlos ins Internet verlagert werden können. So ist in Folge der globalen Covid-19-Pandemie im März fast jeder zweite Arbeitnehmer ins Homeoffice gewechselt.

Ein Schritt in die Digitalisierung, der zuvor für viele Unternehmen noch in weiter Ferne lag. Somit beschleunigt die aktuelle Lage die Digitalisierung von Unternehmen enorm. Auch in anderen Bereichen lässt sich das Leben digitaler als gedacht gestalten.

Arbeiten im Homeoffice

Um unnötige Kontakte mit anderen Menschen zu vermeiden und so das Ansteckungsrisiko zu minimieren, arbeiten derzeit viele Menschen von Zuhause aus. Auf diese Weise können direkte Kontakte mit anderen Personengruppen im Büro oder in öffentlichen Verkehrsmitteln vermieden und das Ansteckungsrisiko deutlich gesenkt werden. Um die Kommunikation mit den Kollegen vom Homeoffice aus zu ermöglichen, wird häufig auf Tools wie z. B. Slack, Asana oder Jira zurückgegriffen. Diese Dienste sind auf projektbezogenes Arbeiten spezialisiert und ermöglichen einen einfachen und geordneten Austausch. Für größere Meetings in Form von Video-Calls stehen ebenfalls zahlreiche kostenfreie Lösungen zur Verfügung: Hangouts von Google, Microsoft Teams oder Zoom bieten die Möglichkeit, die Kollegen auch von Zuhause aus zu sehen. Mit einer Webcam am Smart-TV kommt auch schnell echtes „Konferenz-Feeling“ auf.

Schule und Lernen von Zuhause

Auch Schüler und Studierende sind aufgrund der Schul- und Universitätsschließungen auf digitale Alternativen angewiesen. Binnen kürzester Zeit mussten entsprechende E-Learning Möglichkeiten geschaffen werden. Ein koordiniertes Vorgehen war vielerorts nicht möglich. So verfährt jede Bildungseinrichtung nach eigenem Duktus, um die Lerninhalte den Schülern über das Internet nahezubringen. Von eigenen Lösungen universitärer Einrichtungen bis zur Nutzung oben genannter Kommunikationsdienste kommt derzeit eine bunte Mischung an Deutschlands Bildungsstätten zum Einsatz. Eine konsequent einheitliche Lösung wäre zweifellos von Vorteil. Daher dürften die gewonnenen Erkenntnisse in zukünftige Planungen des Bildungswesen einfließen. Immerhin sehen 90 Prozent der Lehrkräfte die aktuelle Situation als echte Chance für die digitale Bildung.

Online Kochkurse

Während des „Social Distancing“ verzeichneten auch Online Kochkurse einen regelrechten Ansturm. Die Gründe sind klar: Restaurants haben geschlossen, die Kantinen sind nicht nutzbar und zusätzlich sind viele Menschen nicht in der Lage, jeden Tag einen Lieferdienst zu bemühen. So nutzen Viele diese Zeit, um sich wieder mit den eigenen Kochkünsten zu befassen, um durch eine ausgewogenen und nährstoffreiche Ernährung das Immunsystem zu stärken. Das Angebot hält dabei für jeden etwas bereit. Egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener: Zahlreiche Dienste bieten Online-Kurse oder Tutorials an, denen man bequem am Bildschirm folgen kann. Dabei gibt es sowohl hervorragende kostenfreie Angebote, als auch Kurse auf Abonnement-Basis, die man aber meist vorab testen kann.

Ihr Lottoglück online versuchen

Im Rahmen des Lockdowns wurden auch zahlreiche Lottoannahmestellen geschlossen. Zwar haben einige Bundesländer die Annahmestellen inzwischen wieder geöffnet, doch wem das weiterhin zu riskant ist, kann Lotto auch online spielen. Hierbei sollten leidenschaftliche Lottospieler recherchieren, welche Internetseite einen seriösen Partner zum Spielen der bekannten Lotterie bietet. Aus verschiedenen  Erfahrungsberichten geht zum Beispiel hervor, dass das der Anbieter Lottoland seriös arbeitet.

Online Shopping Angebote verzeichnen immensen Zulauf

Zwar hat der Einzelhandel inzwischen wieder unter Auflagen geöffnet, jedoch waren in den vergangenen Wochen viele Bundesbürger für den Kauf von Produkten auf das Internet angewiesen. So erfuhr das Online-Shopping einen immensen Zulauf. Eine repräsentative Befragung des Digitalverbands Bitkom ergab, dass jeder fünfte Konsument seither mehr im Internet shoppt. Jeder zweite würde die Aussage unterschreiben, dass der Online-Handel inzwischen eine zentrale Versorgungsfunktion einnimmt. Daher erschließen auch viele lokale Geschäfte, die enorm unter den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie zu leiden haben, für sich neue digitale Absatzmöglichkeiten. Durch E-Commerce kann zumindest ein Teil des entstandenen Schadens ausgeglichen werden. Somit sorgt die Notlage auch in diesem Bereich für einen echten Schub in der Digitalisierung.

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  • Corona-Virus-Boerse-Crash: © putilov_denis/stock.adobe.com

51 Kommentare im Forum

  1. Darauf kann man wirklich stolz sein, wenn in einem diesbezüglichen Hinterwäldlerland eine schwere Krise die Digitalisierung vorantreibt. Ich sehe es, wenn nicht mal Gymnasien dazu in der Lage sind, Onlineunterricht anzubieten.
  2. Genau, das Bildungswesen ist hilflos vom „Home-Schooling“ überrascht worden. Außer dass man einen „schön klingenden“ Begriff dafür erfunden hat, gibt es bisher keine (einheitlichen) Konzepte, das in eine brauchbare Realität zu überführen. Nicht mal jeder Grundschüler in der Klasse meiner Frau hat einen eigenen Computer mit entsprechender Peripherie, manche angeblich sogar gar keinen Internet-Anschluss. Kann ja nur besser werden, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, wenn von den bedürftigen Schülern nur ein einziger der 5. Klasse ein iPad von zentraler Stelle genehmigt und zur Verfügung gestellt bekommen hat. Auf welcher Grundlage die Jahreszeugnisse ohne einem halben Jahr Regelunterricht in der Grundschule erstellt werden könnten, insbesondere für die 1. bis 3./4. Klassen ist den Lehrern auch vollkommen schleierhaft. Meine Frau wird die Halbjahreszeugnisse nehmen und was im zweiten Halbjahr nicht vermittelt werden konnte eben als „nicht vermittelt“ unbewertet in dem sechsseitigen Grundschulzeugnis eintragen.
  3. Immerhin wissen die Minister und Ämter jetzt ja auch wie es in den Unterkünften der Wurst-Arbeiter ab geht die morgens in ihren Karren über die Grenze gefahren werden so sie dann 6x die Woche je 12 Std. arbeiten müssen. Immerhin handeln sie da jetzt ja ebenfall, oder tun sie das überhaupt ?????? Wundert einem immer das eine Krise sein muss das diverse Sachen mal überhaupt hoch kommen bzw. überhaupt mal beachtet werden. Man kann diese Liste sicher weit fortsetzen, so z.B. das man jetzt erst merkt das Arzneimittel/medizinisches Zubehör (Masken und Co) gar keine mehr groß im eigenen Land hergesetellt werden, sondern sogar solche wichtige Sachen aus China bestellt werden müssen. Dort bestellt werden müssen wo sie jetzt einen super Aufschlag drauf hauen weil es ja knapp nur lieferbar ist und die Nachfrage eben super hoch ist.
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