Der Brexit und seine Auswirkungen auf den Online-Handel

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Welche Bedeutung hat der Brexit für den grenzübergreifenden Online-Handel in Europa? Welche Gefahren bringt der Brexit mit sich? Eine Einschätzung von Trusted Shops.

Nach langen Austrittsverhandlungen und großer Unsicherheit für Handel und Politik ist es nun soweit: Heute um 24 Uhr tritt Großbritannien förmlich aus der Europäischen Union aus. Glücklicherweise konnte ein harter Brexit noch vermieden werden.

Angesichts der Größe und Bedeutung des britischen E-Commerce-Markts sei das gerade für Online-Händler beruhigend, so Trusted Shops. Denn der gesamte rechtliche Rahmen der EU für den elektronischen Geschäftsverkehr gilt für das Königreich in der Übergangsperiode fort. Bis Ende des Jahres bleibt das Land außerdem Teil des Binnenmarkts und der Zollunion. Das bedeutet, dass etwaige höhere Versandkosten durch Formalitäten bei der Wareneinfuhr oder -ausfuhr für die Endkunden entfallen. Längere Lieferzeiten werden ebensfalls vermieden.

Trotzdem kommen laut Trusted Shops auf den Handel durch den Brexit viele Veränderungen zu. Wichtig ist die Frage, wie künftige Beziehungen zwischen EU und Großbritannien im Bereich E-Commerce aussehen werden. Denn das Austrittsabkommen regelt lediglich die Übergangsphase bis Ende des Jahres. Unmittelbar nach dem Brexit soll ein gesondertes Abkommen ausgehandelt werden. Falls es hier zu keiner Einigung kommt, könnte die Folge eine Wiedereinführung von Zöllen sein.

Es ist davon auszugehen, dass Großbritannien auch nach dem Austritt aus der Union ein Interesse daran hat, eine starke Handelsbeziehung mit den EU-Mitgliedstaaten aufrecht zu erhalten. Insofern sei die Wahrscheinlichkeit, dass es zum 31. Dezember noch immer kein ausreichendes Abkommen zur Regelung des E-Commerce Bereichs gibt, eher gering.

Nach der Übergangsperiode wäre Großbritannien zunächst ein Drittstaat. Es könnte also Probleme hinsichtlich des Datenschutzes geben. Dies kann jedoch durch einen Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission hinsichtlich Großbritanniens gelöst werden. Deutsche Händler sollten die Verhandlungen zwischen beiden Parteien während der Übergangsphase genau beobachten und die Zeit nutzen, um den britischen Markt für ihren Shop zu analysieren. Was wird verkauft? Wie sind die Umsätze in Großbritannien?

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2 Kommentare im Forum

  1. Gefahr sehe ich vor allen für britische Köstlichkeiten, das die dann teurer werden . Gibt es tatsächlich. Diese Butterkekse aus Shootland..pardon Schottland sind wirklich lecker, und auch so recht teuer. Auf Fudge und anderes kann jener gerne verzichten...nicht gut für die Beißerchen. Oder für Medikamente, die nur in GB fabriziert werden.
  2. Der Artikel ist Unfug. Für 2020 ändert sich noch nichts. Erst für 2021 sind Änderungen zu erwarten. Wie die aussehen, kann heute keiner sagen.
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