Doetz: „Es war ein Fehler“

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Leipzig – Jürgen Doetz, Präsident des Verbands Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT), setzt sich weiterhin für eine Grundverschlüsselung der privaten Programmanbieter ein.

Im Interview mit DIGITAL INSIDER räumt der oberste Interessenvertreter des deutschen Privatfernsehens ein, dass es bei der Digitalisierung falsch war, TV-Sender wie bei der analogen Übertragung unverschlüsselt auszustrahlen. „Ja, es war und ist ein Fehler, eine Infrastruktur auf- und zu bauen, die nicht in der Lage ist, zu adressieren“, so Doetz. Im Gegensatz zu einem Pay-TV-Sender, der jedem seiner Kunden eine Smartcard für den Empfang seiner verschlüsselten Programme aushändigt, haben die Free-TV-Sender keinerlei Kundenkontakte. In Zeiten einbrechender Werbeeinnahmen wird dieser Kontakt für die Sender immer wichtiger.

Im Interview verteidigt Doetz die Forderungen der Privatsender, das Ad-Skipping, also das Vorspulen des Werbeblocks bei Aufnahmen, zu unterbinden. „Wenn der Verbraucher die Werbung nicht mehr akzeptiert, muss er konsequenterweise auf das Programmangebot verzichten oder eben dafür bezahlen“, erklärt der VPRT-Präsident. Wie sich Doetz den Umstieg im Kabel von analog auf digital vorstellt und warum er für die Einspeisung von HDTV-Sendern den Kabelnetzbetreibern nichts zahlen will, lesen Sie im DIGITAL INSIDER. Weitere Informationen unter www.digital-insider.de. [mh]

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125 Kommentare im Forum

  1. AW: Doetz: "Es war ein Fehler" Zitat Doetz: "Wenn der Verbraucher die Werbung nicht mehr akzeptiert, muss er konsequenterweise auf das Programmangebot verzichten" Lieber Herr Doetz das mache ich schon seit 8 Jahren und wissen sie was ich vermisse RTLSAT1PRO7 und Co kein bisschen! Da kann man für den Nichtskönner nur hoffen das sich nicht mehr Zuschauer von seinen Sendern abwenden als ihm lieb sein dürfte!
  2. AW: Doetz: "Es war ein Fehler" Zitat Jürgen Doetz: "Wenn der Verbraucher die Werbung nicht mehr akzeptiert, muss er konsequenterweise auf das Programmangebot verzichten" Lieber Herr Doetz, es müßte eigentlich heißen:"Wenn der Verbraucher die Werbung nicht mehr akzeptiert, kann der Programmanbieter sein werbefinanziertes Programm einstellen"
  3. AW: Doetz: "Es war ein Fehler" Nur wenn der Kunde für etwas zahlt, dann hat er auch gewisse Ansprüche. Für unterbrochene, gekürzte und qualitativ minderwertige Programme wird der Kunde auch nichts bezahlen. Ich bezahle meine Zeitschriftenabos, aber die komischen Werbeschmierblättchen sind immer noch umsonst im Briefkasten. Wenn ich für Fernsehen zahlen soll, dann erwarte ich Serien zeitnah zur Erstausstrahlung, Filme ungeschnitten, nicht unterbrochen, mit 5.1 Ton und Abspann. Und wenn ich dafür zahle, dann will ich all das auch aufnehmen können und anschauen wann und wie es mir passt. Gruß emtewe
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