EU-Kommission verlangt Steuernachzahlungen von Apple

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Im Kampf um fairen Wettbewerb bleibt die EU-Kommission hart: Nach Medienberichten wollendie Wettbewerbshüter die Steuervereinbarung zwischen Apple und Irland kippen. Damit drohen dem US-Konzern Nachzahlungen in Milliardenhöhe.

Die Drohungen aus den USA haben die EU-Kommission scheinbar nicht beeindruckt. Obwohl das Finanzministerium die vermeintliche Ungleichbehandlung von US-Unternehmen durch die EU kritisiert hat, wollen sich die Wettbewerbshüter von ihrem Weg nicht abbringen lassen. Laut der Nachrichtenagentur „Reuters“ hat die Kommission weiter Apple im Visier und will dessen Steuerabkommen mit Irland für unzulässig erklären.

Der Inselstaat ist mit seinen relativ niedrigen Unternehmenssteuern von 12,5 Prozent bei vielen Firmen beliebt. Die EU-Kommission warf Irland 2014 vor, internationale Steuerregeln umgangen zu haben. Ähnlich wie in den Niederlanden und Luxemburg, wo sich die Staaten von Starbucks bzw. Fiat Chrysler jeweils 30 Millionen Euro an Steuern zurückholen sollen, soll laut Insidern auch Irland bestimmen, wieviel Steuern Apple zurückzahlen soll. Allerdings geht es beim Unternehmen aus Cupertino um deutlich mehr Geld, von über einer Milliarde Euro wird berichtet.
 
In den Augen der EU-Kommission ist die Praxis Irlands, dank Steuervorteilen Arbeitsplätze ins Land zu holen, unerlaubte Beihilfe. Irland wie auch Apple weisen den Vorwurf zurück und haben bereits vor der Verkündung der Entscheidung, die voraussichtlich für Dienstag geplant ist, juristische Schritte angekündigt. Die EU-Kommission wollte sich bisher zu dem  Fall nicht äußern. [buhl]

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