EU: Telefónica wird abgemahnt

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Brüssel – Die Europäische Union hat gegen den spanischen Telefonanbieter Telefónica eine formelle Abmahnung erteilt, weil dieser seine Vormachtsstellung im Breitbanddienste-Markt ausgenutzt haben soll.

Die Abmahnung findet sich in einem vertraulichen Papier, welches die Europäische Kommission vorlegen wird.

Obwohl die Veröffentlichung dieser Abmahnung nicht automatisch heißt, dass Telefónicaschuldig befunden wird, die Wettbewerbsregeln verletzt zu haben, ist es sehr wohl ein Zeichen, dass die EU sich ernsthaft damit befassen wird.
 
Brüssel beschuldigt Telefónica, dass das Unternehmen den Wettbewerb gegen andere Internet-Breitbandanbieter auf dem spanischen Markt durch so genannten Margendruck untergraben hätte. Im Klartext heißt dies, dass der Großkundenpreis, den Telefónica von konkurrierenden Anbietern verlangt, sehr nah an den Preisen für Konsumenten liegt und somit die anderen Unternehmen keine Chance auf Wettbewerb haben. Die Kommission kam im Zuge dessen zu dem Ergebnis, dass die Endpreise für Breitbanddienste in Spanien um einiges höher als der EU-Durchschnitt liegen. Der Umstand, dass das Land im Aufbau alternativer Breitband-Infrastrukuren hinter den anderen EU-Ländern hinterherhinkt, hatte Telefónicas dominante Stellung weiter untermauert. [mg]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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