Eutelsat warnt vor Lizenzforderungen

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Auf der Anga Cable bekamen diverse Receiverhersteller nicht nur Besuch vom Zoll, sondern auch von der Supersat Electronic GmbH.

Repräsentanten der Neu-Isenburger Firma wurden auf den Messeständen vorstellig, um Lizenzgebühren einzutreiben. „Die Herren sagten, ihre Firma habe die deutsche Lizenz für DiSEqC“, hieß es aus Branchenkreisen gegenüber DIGITAL FERNSEHEN. Diese Darstellung wird von Supersat bestritten. DiSEqC („Digital Satellite Equipment Control“) ist jedoch eine Steuerungstechnologie für das Hin- und Herschalten zwischen Low- und High-Band, die von Philips und Eutelsat entwickelt wurde.

„Wir warnen deshalb ausdrücklich alle Hersteller, sich voreilig auf solche Forderungen einzulassen“, so ein Eutelsat-Sprecher auf Nachfrage von DF. „Für DiSEqC sind auch weiterhin keine Lizenzgebühren zu entrichten.“ Supersat hat nicht das Patent auf die DiSEqC-Technologie, sondern auf ein ähnlich funktionierendes Verfahren zur Übermittlung von Steuersignalen. Der französische Satellitenbetreiber prüft nun sein weiteres Vorgehen. Ob tatsächlich einige Receiverhersteller Lizenzgebühren an Supersat bezahlt haben, ist unklar. Supersat-Geschäftsführer Ingolf Klamm jedenfalls erklärte auf Nachfrage von DF, zwölf „große internationale Hersteller“ hätten Lizenz für sein Patent erworben. Receiverproduzenten, die DF befragte, wollten zum Thema zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Stellungnahmen abgeben. [fp]

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