Formular zur Befreiung für Nebenwohnungen steht zur Verfügung

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Rundfunkbeitrag müssen Inhaber von Nebenwohnungen, die bereits für ihre Hauptwohnung den Rundfunkbeitrag zahlen, nicht noch einmal den Beitrag bezahlen.

Nun können diese Personen für ihre Nebenwohnungen eine Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht beantragen. Der Antrag auf Befreiung muss schriftlich beim Beitragsservice eingereicht werden und das entsprechende Formular steht nun unter Rundfunkbeitrag.de zur Verfügung.

Menschen ohne Internetzugang können sich das Formular vom Beitragsservice zusenden lassen. Die Befreiung ist grundsätzlich rückwirkend zum 18. Juli 2018 möglich, sofern die Voraussetzungen dafür vorliegen.

Hintergrund ist die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom selben Tag. Das Gericht hatte die Verfassungsmäßigkeit des Rundfunkbeitrags zwar grundsätzlich bestätigt, jedoch beanstandet, dass Inhaber von Nebenwohnungen den Rundfunkbeitrag doppelt zahlen müssen. Die Richter legten fest, dass Betroffene ab dem Tag der Urteilsverkündung eine Befreiung für ihre Nebenwohnungen beantragen können.

Die Befreiungsanträge sollen der Reihe nach abgearbeitet werden und zu viel gezahlte Beiträge erstattet werden. [jrk]

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66 Kommentare im Forum

  1. Ja logisch und richtig. Hoffentlich geht das so weiter. Warum müssen eigentlich Firmen, deren Mitarbeiter bereits für ihre Hauptwohnung zahlen, noch einmal zahlen? Wer sonst könnte denn da gucken und/oder hören?
  2. Dem Beitragsservice ist doch bekannt, wer für eine Nebenwohnung zusätzlich zahlt, wieso muss man da erst aktiv werden sich befreien lassen?
  3. Vielleicht weil deren Software das nicht hergibt ? Ist doch eigentlich allgemein üblich, daß wenn man etwas will muß man aktiv werden.
  4. Ein Gericht hat festgestellt, dass die Beiträge zu unrecht gezahlt wurden, und dann muss der Betrogene noch aktiv werden um zu seinem Recht zu kommen?
  5. Was für ein Blödsinn mal wieder. Die Rechtslage war bis zum Urteil geltendes Recht und somit war keiner betrogen.
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