France Télécom bekommt bei Fußballrechten vom Gericht die rote Karte gezeigt

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Paris – France Télécom darf Fußballspiele nach einem Gerichtsurteil nicht exklusiv über die eigene Internet-TV-Plattform vermarkten.

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Nach einem Bericht des „Handelsblatt“ fürchtet das Pariser Handelsgericht ein Monopol und stellt mit seinem Urteil den kompletten Verkauf der TV-Rechte an der französischen Liga in Frage.
 
Die Richter sahen es als unzulässiges Koppelgeschäft an, dass ein Fan zunächst einen DSL-Anschluss bei France Télécom braucht, um den Spartenkanal Orange Sport empfangen zu können. Das bedeutet, dass France Télécom seinen Spartenkanal auch anderen Netzbetreibern wie Free oder SFR anbieten muss – und die Exklusivität für seine eigenen Kunden verliert. Der Konzern will nun das Urteil prüfen, und erwägt weitere Schritte. Es gilt als sicher, dass France Télécom das Urteil anfechten wird.
 
Eine Anfrechtung wäre auch im Sinne der französischen Profi-Liga LFP. Sie hofft stark auf France Télécom, um den Bieterwettbewerb um die Fußballrechte aufrecht zu erhalten und Spitzenerlöse zu erzielen. So wie vor einem Jahr: Insgesamt hatte die Liga 2008 die Rechte für vier Spielzeiten für 660 Mio. Euro pro Saison verkaufen können, deutlich mehr als erhofft.
 
Dies war nur möglich, da mit France Télécom ein neuer Bieter im Kampf um exklusive Fußballrechte aufgelaufen war. Nachdem der Bezahlsender Canal Plus den kleineren Wettbewerber TPS geschluckt hatte, gab es im herkömmlichen Pay-TV de facto ein Monopol. Dann kam France Télécom. [mg]

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