Frankreich: Orange verliert Exklusiv-Rechte an Premium-Sportkanal

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Paris – Das Pariser Handelsgericht hat den Telekommunikationsanbieter Orange aufgefordert, seinen Premium-Kanal Orange Sport allen französischen TV-Plattformen auf einer nicht-exklusiven Basis zugänglich zu machen.

Dies berichtet das Branchenportal „Broadband TV News“. Es ist davon auszugehen, dass die Orange-Muttergesellschaft France Télécom gegen die Gerichts-Entscheidung Widerspruch einlegen wird. Orange hat jetzt einen Monat Zeit, konkurrierenden Anbietern ein Großangebot für die Verbreitung des Sportkanals zu unterbreiten. Geschieht dies nicht, muss der Telekommunikationsanbieter 50 000 Euro Strafe pro Tag zahlen.

Das Gericht erklärte gegenüber der France Telécom, dass das bestehende Angebot von Orange, welches eine Reihe unterschiedlicher Dienstleistungen bündelt, unfair sei und durch die exklusive Verbreitung von Orange Sport -zuvor vermarktet als Orange Foot – über die eigene TV-Plattform zudem auf unfaire Weise Kunden von Orange-Konkurrenten gewonnen werden könnten.
 
Zuvor hatte bereits Bertrand Meheut, Geschäftsführer von Canal Plus, moniert, dass Orange Abos für seine Sport- und Film-Kanäle nur gekoppelt anbiete und zudem durch regelrechte Dumpingpreise den Zugang zu Top-Spielen der französischen Fußball-Liga erheblich erleichtere (DIGITAL FERNSEHEN berichtete) . [cg]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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