Gewinneinbruch bei Philips – Abbau von 4 500 Stellen geplant

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Der niederländische Elektronikkonzern Philips hat im dritten Quartal bei seinen Gewinn schwere Verluste einbüßen müssen. Der Profit sank um 448 Millionen Euro – unter anderem aufgrund eines Einmaleffekts wegen der geplanten Abspaltung der TV-Sparte in ein Joint-Venture mit dem chinesischen Partner TPV.

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So verzeichnete das Unternehmen Gewinneinbußen im Vergleich zum Vorjahresquartal von 524 Millionen auf 76 Millionen Euro, wie aus der am Montag veröffentlichten Quartalsbilanz des niederländischen Elektronikkonzerns hervorgeht. Die Erträge in der vergangen drei Monaten gingen von 5,46 Millionen Euro im Vergleichsabschnitt des Vorjahres geringfügig auf 5,394 Millionen Euro zurück.
 
Der Vorsteuergewinn (EBIT) sank im gleichen Zeitraum von 518 Millionen Euro um fast 50 Prozent auf 273 Millionen Euro. Gründe seien neben der Abspaltung der Fernsehsparte auch eher durchschnittliche Umsätze im Segment der Unterhaltungselektronik gewesen, hieß es.

Im Fernsehgeschäft erwirtschaftete das Unternehmen, das den Bereich in ein Joint-Venture mit dem chinesischen Partner TPV auslagern will, einen Vorsteuer-Verlust von 69 Millionen Euro. Unter dem Strich verblieb in der Sparte ein Fehlbetrag von 54 Millionen Euro. Philips-CEO Frans van Houten räumte ein, die Verhandlungen mit TPV hätten sich länger hingezogen als erwartet. Er kündigte an, dass der Konzern andere Möglichkeiten in Betracht ziehe, sollte es zu keiner Einigung kommen.
 
In allen Bereichen der Gruppe – Healthcare, Consumer Lifestyle und Beleuchtung – gingen die operativen Gewinne zurück. Zumindest im Bereich Healthcare konnten jedoch die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr von 2,07 Millionen auf 2,077 Millionen Euro gesteigert werden.
 
Um dem negativen Trend entgegenzuwirken, reagiert der Konzern mit harten Einschnitten. Geplant sei der Abbau von etwa 4 500 Stellen weltweit, erklärte Vorstandschef van Houten. Die Stellenstreichungen seien Teil eines 800 Millionen Euro schweren Sparpakets. Rund 1 400 Stellen würden allein in den Niederlanden gestrichen. An seinen mittelfristigen Wachstumszielen wolle Philips jedoch weiterhin festhalten. [js]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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