Kabel Deutschland schreibt schwarze Zahlen – TV legt zu

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Der deutsche Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland befindet sich weiter in der Gewinnzone. Das Unternehmen konnte im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von 830,1 Millionen Euro erwirtschaften. Das Unternehmen legte vor allem in den Bereichen Internet und Premium TV zu.

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Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei 389,9 Millionen Euro und konnte sich damit um 9,8 Prozent verbessern (Vorjahr 355,2 Millionen), teilte der Anbieter in seinem am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht mit. Mit einem Netto-Ergebnis von 44,9 Millionen konnte das Unternehmen schwarze Zahlen schreiben. Im Vorjahr musste Kabel Deutschland noch ein Minus von 8,6 Millionen Euro hinnehmen.

Die Gesamtzahl der Abonnenten (TV, Internet und Telefonie) stieg um 660 000 auf insgesamt 13,040 Millionen und legte damit im Jahresvergleich um 5,3 Prozent zu. Zum 30. Juni 2011 waren es noch 12,835 Millionen, zum Ende des zweiten Quartals noch 12,381 Millionen Abonnenten. Für die Premium-TV-Angebote entschieden sich bis zum 30. September 1,415 Millionen Kunden und damit 24,6 Prozent mehr als im Vorjahr (1,135 Millionen).
 
Noch besser sah fiel das Ergebnis im Bereich Breitband-Internet und Telefonie aus. Hier kletterte die Zahl der Abonnenten um 20,4 Prozent auf 1,495 Millionen Kunden (Vorjahr 1,242 Millionen). Bereits zum 30. Juni konnte das Unternehmen hier die 1,4-Millionen-Marke überschreiten (1,434 Millionen).
 
Auch der Umsatz pro Kunde (ARPU) konnte gesteigert werden. Vom 1. April bis 30. September stieg der Wert vom im Vorjahr 13,17 Euro auf 14,12 Euro. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres betrug der durchschnittliche Monatsumsatz pro Kunde 14,25 Euro (Vorjahr 13,26 Euro).
 
Ein Minus gab es hingegen bei den Gesamtkunden. Hier reduzierte sich die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 Prozent auf 8,690 Millionen (Vorjahr 8,864 Millionen). Insgesamt 173 500 Kunden wanderten ab. Ende des zweiten Quartals lag der Wert noch bei 8,720 Millionen.
 
„Mit einem positiven Netto-Ergebnis von nahezu 45 Mio. Euro haben wir jetzt nachhaltig die Gewinnzone erreicht“, freute sich Adrian v. Hammerstein, Vorstandsvorsitzender von Kabel Deutschland. „Dazu hat insbesondere die große Nachfrage nach unseren Breitband- und Premium TV-Produkten beigetragen“, betonte er. Wegen der Flutkatastrophe in Thailand befürchtet der Kabelnetzbetreiber allerdings Lieferengpässen bei den digitalen Videorecordern in den kommenden Monaten. Dieser Umstand würde eine genauere Prognose erschweren, was den Absatz von DVRs und die damit verbundenen Investitionen angeht. [rh]

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