Kofler krempelt Unternehmensstruktur um

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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München – Drei mehr oder weniger selbstständig agierende Geschäftsbereiche stellt sich Premiere-Vorstandsvorsitzender Georf Kofler für die Zukunft seines Pay-TV-Hauses vor.

Nach dem Verlust der Bundesliga und einer Phase der Schadensbegrenzung offenbarte der Premiere-Chef jetzt gegenüber der „Financial Times Deutschland“ eine neue Strategie für das angeschlagene Pay-TV-Unternehmen.

Premiere soll in drei Bereiche unterteilt werden: Ein Bereich kümmert sich um den Kauf und das Management von Sport- und Filmrechten, im zweiten Bereich wird die Kundenbetreuung und das Marketing abgewickelt und die dritten Abteilung „Premiere Interactive“ soll sich vermehrt um die neuen Geschäftsfelder wie Wetten oder Handy-TV kümmern.
 
„Ich schließe nicht aus, dass daraus auch einmal einzelne Unternehmen entstehen“, stellte der Premiere-Kapitän Kofler gegenüber der FTD in Aussicht. Diese Strategie wäre dann das Ende der starken Marke Premiere, die über Jahre hin alles unter einem Dach vereint hat. Doch dies ist notwendig geworden, um Premiere vor Übernahmen schützen – denn auf kurz oder lang wird das nur mit starken Partnern funktionieren. Eine klare Aufteilung des Unternehmens soll es damit auch interessierten Unternehmen erleichtern, mit Premiere zusammenzuarbeiten.
 
Interessante Partner für Premiere wären einerseits andere Plattformen wie Arena und natürlich auch die Signalträger, also diverse Kabelnetzbetreiber, Satellitenunternehmen oder Telekommunikationsfirmen. Premiere kann nach Aussagen von Kofler gegenüber der FTD vor allem seine Plattform in die Wagschale werfen: „Selbst der Verlust der Bundesliga hat die Premiere-Plattform nicht substanziell beschädigt, und für andere ist es ungleich teurer, etwas Vergleichbares aufzubauen.“[lf]

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