Korea: 10 Millionen Handy-TV-Nutzer Ende 2007

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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In Korea ist Handy-Fernsehen bereits Massenmedium. DIGITAL FERNSEHEN sprach dazu mit dem südkoreanischen Minister für Information und Kommunikation, Rho Jun-Hyong.

In Deutschland sind nun mit DMB und DVB-H zwei verschiedene Systeme an den Start gegangen. Parallel mit der Fußball-Weltmeisterschaft wurde in Deutschland auch das mobile Fernsehen via Handy eingeführt.

In asiatischen Ländern ist das Handy-TV bereits seit Monaten der Renner. DIGITAL FERNSEHEN befragte dazu den südkoreanischen Minister Rho Jun-Hyong.
 
DF: Wie schnell hat sich DMB in Korea seit dem kommerziellen Start durchgesetzt?
 
Jun-Hyong: Seit Dezember letzten Jahres wird DMB in Korea ausgestrahlt. Bis jetzt gibt es zirka 600.000 Abonnenten, bis Ende des Jahres werden an die zwei Millionen, bis Ende 2007 rund zehn Millionen Nutzer erwartet. Ich glaube, dass die DMB-Technologie einen großen Sprung in Richtung einer globalen digitalen Gesellschaft darstellt. DMB ist ein Service, der die Ära der Konvergenz repräsentiert, in der Rundfunk und Telekommunikation verschmelzen.
 
DF: Gibt es in Korea außer TV und Radio auch bereits andere Dienste via DMB?
 
Jun-Hyong: Bisher gibt es nur die reine Fernsehübertragung via DMB, es laufen jedoch auch bereits Tests für Datenübertragungen und interaktive Dienste. Beispielsweise wird „mobiles Shopping“ gestestet, das auch bald auf den Markt kommen soll.
 
DF: Wird die DMB-Einführung in Europa ein Wirtschaftsfaktor für koreanische Firmen?
 
Jun-Hyong: Ich glaube, dass es viele gute Einflüsse für den koreanischen Markt geben wird durch die DMB-Einführung in Europa. Korea ist eines der führenden Nationen bei der Entwicklung von DMB-Endgeräten und auch bei der Entwicklung von Inhalten, also von Programmen, für DMB. Diese Technologie ist dazu geschaffen, dass koreanischen Unternehmen wie Samsung und LG, die ja bereits führend sind auf der Welt, weitere Vorteile erreichen. [sch]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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