Medienpolitikerin Verpoorten sieht dualen Rundfunk gefährdet

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Im Konkurrenzkampf mit den privaten TV-Anstalten sollten sich die öffentlich-rechtlichen Anbieter nach Meinung von CDU-Politikerin Andrea Verpoorten wieder auf ihren Bildungsauftrag besinnen. Zudem forderte sie eine Neuordnung des Rundfunksystems.

Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkveranstalter sollen „nicht den Wettbewerb mit den Privaten auf einem Spielfeld suchen, auf dem sie von vornherein unterlegen sind, zum Beispiel auf dem der Soap Operas“, wie Verpoorten, medienpolitische Sprecherin der nordrhein-westfälischen CDU, am Dienstag erklärte.

Parallel dazu sieht Verpoorten eine Bedrohung des deutschen dualen Rundfunksystems durch internationale Player und Internetportalbetreiber wie beispielsweise Google, die im Gegensatz zu deutschen Rundfunkanbietern ohne rechtliche Restriktionen Bewegtbildinhalte anbieten können. „Private sowie öffentlich-rechtliche Sender und die Politik müssen sich an einem Tisch versammeln, um eine neue Medienordnung festzulegen, die den Herausforderungen einer digitalen und über die Ländergrenzen vernetzten Welt gerecht wird“, sagte Verpoorten. [rh]

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3 Kommentare im Forum

  1. AW: Medienpolitikerin Verpoorten sieht dualen Rundfunk gefährdet Tja was ist Bildungsauftrag? Wenn man sich das heutige private Fernsehen ansieht, ist es durchaus wünschenswert, das die ÖR-Sender verstärkt auch niveauvolle Inhalte für die Zielgruppe der < 49 anbieten. Sei denn es ist gewünscht, das die Hälfte der Bevölkerung weiter verblödet wird. Da wird dann wohl nach Einführung öffters der Hinweis kommen, dass die zur Zeit ausgestrahlten Inhalte in Deutschland aus rechtlichen Gründen nicht empfangbar sind. Kennen wir doch von irgendwo her schon oder? Juergen
  2. AW: Medienpolitikerin Verpoorten sieht dualen Rundfunk gefährdet Mal wieder meldet sich ein Politiker zum Thema zu Wort. Und wieder mit den üblichen unverbindlichen Floskeln: "Man sollte", "mal könnte", "man müsste". Ich frage mich immer mehr, wieso diese nicht endlich tätig werden, wenn es tatsächlich tatsächlich Handlungsbedarf gibt. Warum geschah dies nicht bereits anläßlich der Umstellung von GEZ auf "Haushaltsabgabe" (nichts anderes als eine TV-Steuer)? Das wäre der beste Zeitpunkt gewesen! Es kann nicht sein, dass Politiker die Verantwortung auf die ÖR- und Privatsender abzuschieben versuchen. Die werden sich nie auf eine gemeinsame Medienordnung verständigen (können), da sie zu unterschiedliche Interessen vertreten. Die Festlegung der Rahmenbedingungen ist die Aufgabe der Politiker.
  3. AW: Medienpolitikerin Verpoorten sieht dualen Rundfunk gefährdet Es ist Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen. Möglicherweise war das so etwas wie ein Abschiedsstatement einer CDU-Hinterbänklerin, der in der Landtagsfraktion medienpolitische Themen zugefallen sind. Kommt nach der Wahl jemand Neues, der auch wieder eine Meinung hat. Wir haben 16 Landtage bzw. Abgeordnetenhäuser/Bürgerschaften auf Landesebene, darin bestimmt 80 Fraktionen, gibt daher medienpolitische Sprecher so viele wie Sterne am Nachthimmel. Da will ständig jeder irgendetwas geändert wissen, sonst wäre man ja bedeutungslos. Seit dem Wahlerfolg der Piratenpartei muss ein Statement Bezug zu Internetthemen herstellen wollen, das ist aktuell en vogue. Frau Verpoorten ist also auf Höhe der Zeit. Glücklicherweise hat sie nicht ein Verbot von Google in den Landesgrenzen Nordrhein-Westfalens gefordert.
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