Netflix muss Absprung von Blockbuster-Zulieferer Starz hinnehmen

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Der US-amerikanische Pay-TV-Anbieter Starz Entertainment gibt der Online-Videothek Netflix einen Korb. Das mehrjährige Lizenzabkommen für attraktive Hollywood-Spielfilme und TV-Serien wie „Spartacus“ wird nicht verlängert. Netflix gehen damit attraktive Blockbuster verloren.

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Starz-Vorstandschef Chris Albrecht bestätigte am Donnerstagabend (Ortszeit), nach Auslaufen des Vertragsabkommens mit Netflix am 12. Februar 2012 werde man seine Inhalte von der Streaming-Plattform der Videothekenkette abziehen. Die Entscheidung sei Teil der Strategie, den Premiumcharakter der eigenen Inhalte zu bewahren und sicherzustellen, dass die exklusiven Produkte zu angemessenen Preisen angeboten würden.



 



Am gleichen Tag hatte Netflix eine neue Abonnementsstruktur vorgestellt. Künftig müssen sich Kunden entscheiden, ob sie ihre Filme per DVD nach Hause geschickt bekommen möchten oder per Internet-Stream abrufen. Die bisherige Möglichkeit, flexibel zwischen beiden Methoden zu wechseln, wird künftig deutlich teurer. 



Laut einem Bericht des US-Branchendienstes „Paidcontent“ hatte Netflix einen Betrag von 300 Millionen US-Dollar jährlich für eine Fortsetzung der Starz-Kooperation angeboten. Starz habe jedoch einen deutlich höheren Betrag verlangt und auf die gültigen Geschäftsmodelle im Satelliten- und Kabelbereich verwiesen, wo Kunden für die eigenen Pay-TV-Inhalte ebenfalls einen Aufpreis entrichten müssen. 



 



Auch Lizenzprobleme werden als Grund für das Zurückrudern von Starz vermutet. Bereits im Juni hatte Starz sämtliche Sony-Spielfilme bei Netflix abziehen müssen. Insider vermuteten seinerzeit, dass die in Verträgen mit dem Studio festgelegte Grenze der auslieferbaren Streams durch das rapide Wachstum von Netflix überschritten worden war. Starz hatte im Rahmen der Kooperation zuletzt etwa 1 000 Spielfilme zugeliefert.



[dm]

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