Österreich vergibt mehr Frequenzbereiche an Mobilfunk

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Was in Deutschland im Juni in einem tagelangen Kampf gipfelte, wird im südlichen Nachbarland in vier Jahren aktuell. Denn ab 2020 sollen die bisher für den Rundfunk reservierten Frequenzbänder in Österreich den Mobilfunkbetreibern zur Verfügung gestellt werden.

Auch in Österreich hat die zunehmende Digitalisierung weitreichende Auswirkungen. „Durch die Digitalisierung brauchen wir im Rundfunkbereich in den kommenden Jahren – für den gleichen Versorgungsgrad – weniger Bandbreite als heute“, erklärte Infratrukturminister Alois Stöger. Das bedeutet konkret: Die bisher für den Rundfunk bereitgestellten Frequenzbänder zwischen 694 und 790 Megahertz werden künftig an den Mobilfunk übergehen.

Dies wird aber erst ab dem Jahr 2020 passieren. Damit will Stöger sowohl den Rundfunkunternehmen als auch den Mobilfunkbetreibern Planungssicherheit verschaffen und nebenbei die Breitbandversorgung in Österreich stärken. Vor allem das 700 Megahertz Frequenzband spielt im Rahmen der Digitalen Agenda der EU eine wichtige Rolle.
 
Um eben jene Frequenz war es Mitte Juni in Deutschland zu einem heftigen Wettbieten zwischen den drei großen Mobilfunkanbietern Telekom, Vodafone und Telefónica gekommen. Die Auktion der Bundesnetzagentur brachte einen Gesamterlös von knapp 5,1 Milliarden Euro. [buhl]

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